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Ob Kohle, Gas oder Elektro: Guter Grill hält länger als eine Saison

- Jetzt geht's los! Pünktlich zum Start der WM geht die Sonne über Fußball-Deutschland auf. Was liegt da näher, als den Fernseher auf die Terasse zu schieben und den Grill anzuschmeißen. Wer noch keinen besitzt, hat die Qual der Wahl: Denn für des Deutschen liebste Sommerbeschäftigung bietet der Handel eine schier unbegrenzte Vielfalt an Modellen. Neben dem Geldbeutel ist beim Kauf vor allem die Art des verwendeten Brennstoffs entscheidend.

Echte Romantiker schwören auf das Grillen mit Holzkohle auf offenem Feuer. Pragmatiker arbeiten lieber mit Gas- oder Elektrogrills. "Das ist eine reine Gefühlsfrage", fasst Lothar Beckmann von der Stiftung Warentest zusammen. "Wer das Knacken der Holzkohle schätzt, wird sich für andere Methoden nicht begeistern können."

Grillen mit Strom: Unromantisch, aber schnell

Dabei liegen die Vorteile der "unromantischen" Methode auf der Hand: "Während die Holzkohleglut relativ schnell zu Ende ist und neu angeschürt werden muss, kann man mit Gaskartuschen viel länger grillen", erläutert Beckmann, dessen Organisation 500 Grillgeräte verschiedener Bauarten getestet hat. Aufgrund der großen Gasbehälter sind viele Gasgrills aber schwer: Nur Modelle mit kleinen Campingkartuschen sind handlich genug für den Park. Und Elektrogrills setzen das Vorhandensein einer Steckdose voraus.

Ein weiterer Vorteil von Gas- und Elektrogrills ist das schnelle Erreichen der erforderlichen Grilltemperatur von mindestens 170 Grad. Nach 5 bis 15 Minuten ist der Grill heiß, während die Glut eines Holzkohle-Grills dafür bis zu 55 Minuten braucht.

Kugelgrill gut für empfindliches Gargut

Bei der Bauweise ist zu beachten: Drei Beine sind stabiler als vier. In puncto Montage, Sicherheit, Aufheizzeit, Grilldauer und Wärmeregulierung schnitt ein Kugelgrill der in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) ansässigen Firma Weber im Test mit am besten ab.

"Die Luft kommt von oben und unten in den Kessel, und sie kann durch den Deckel und einen Schieber reguliert werden", erläutert Weber-Mitarbeiterin Angelica Blies die Funktionsweise. Ein solcher Grill ist besonders für empfindliches Gargut wie Fisch oder Gemüse geeignet. Die Kohlen können nicht nur in der Mitte, sondern auch am Rand der runden Grillfläche aufgeschichtet werden. So beheizen sie das Grillgut wie in einem Backofen von der Seite. Auf diese "indirekte Grillweise" schwört auch Ingrid Bader vom Verbraucherschutzmagazin "Öko Test" _ der Gesundheit wegen (siehe Kolumne Wochenmarkt).

Eine andere Form des indirekten Grillens bietet das aus Schweden importierte Modell "BBQNordic Carl Jan" der in Hamburg ansässigen Firma BBQ-Boss. Kohle und Grillgut sind bei dem Gerät nebeneinander angeordnet, erklärt Mitarbeiter Sönke Johannsen. "Die Kohle wird in einem Gitterkorb in der Mitte gestapelt, und das Grillgut wird zwischen zwei Körben eingeklemmt." Praktisch an dem Edelstahlmodell für 100 Euro ist, dass es spülmaschinenfest ist und sich bequem im Rucksack transportieren lässt.

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