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MM-Redakteurin Manuela Dollinger.

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Azubi-Mangel verschärft sich: Wertvolle Ausbildung

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München - Heute macht man nicht mehr automatisch Karriere, weil man einen Uniabschluss in der Tasche hat. Gleichzeitig werden Fachkräfte so dringend gesucht wie nie zuvor. Ein Umdenken ist notwendig.

Der deutsche Arbeitsmarkt steht im internationalen Vergleich blendend da. Auch wenn es regionale Unterschiede gibt. „Dynamisch und robust“ nennen das die Experten. Gründe, warum das so ist, gibt es viele: Wirtschaftswachstum, eine hohe Bereitschaft für den Job umzuziehen, ein vergleichsweise guter Kündigungsschutz. Eine besondere Bedeutung kommt der dualen Ausbildung zu – ein System, das im Ausland als vorbildlich gilt. Das Problem ist, dass sich immer weniger junge Menschen für eine Ausbildung entscheiden. Damit wankt ein Grundpfeiler, auf dem der gesunde deutsche Arbeitsmarkt ruht.

Es wurden bereits zahlreiche Initiativen gestartet, um Schulabgängern die duale Ausbildung schmackhafter zu machen. Einige waren auch erfolgreich – so etwa im bayerischen Handwerk. In der Summe hat sich der Azubi-Mangel aber verschärft. Um die duale Ausbildung zukunftsfest zu machen, muss mehr passieren. Es geht dabei auch um ein Umdenken in der Gesellschaft. Einen realistischen Blick auf die Vor- und Nachteile von Ausbildung und Studium. Heute macht man nicht mehr automatisch Karriere, weil man einen Uniabschluss in der Tasche hat. Gleichzeitig werden Fachkräfte so dringend gesucht wie nie zuvor. Die berufliche Bildung muss sich hinter der akademischen nicht verstecken.

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