Gericht entschied richtig

Kommentar zum Check24-Urteil: Mehr Transparenz

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München - Das Vergleichsportal Check24 muss in Sachen Transparenz nachbessern. Warum das Gerichtsurteil vollkommen richtig ist, kommentiert Wirtschaftsredakteurin Manuela Dollinger. 

Verbraucher erfahren künftig beim ersten Klick auf die Internetseite eines Vergleichsportals wie Check24, dass sie es mit einem auf Provisionsbasis arbeitenden Makler zu tun haben. Dazu hat das Landgericht München am Mittwoch das Vergleichsportal Check24 verdonnert. Ein Urteil mit Signalwirkung. Auch andere Vergleichsportale werden nachbessern – und das ist gut so.

Viele Kunden dachten bisher, dass hier neutrale Anbieter am Werk sind, die immer die billigsten Preise heraussuchen. Das Geschäftsmodell von Vergleichsportalen sieht freilich anders aus: Die Portale verkaufen Policen und kassieren dafür Provisionen. Das ist keineswegs verwerflich – es muss nur jedem klar sein. Für Transparenz ist nun gesorgt.

Die Klage wurde vom Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute angestrengt. Die Makler fühlen sich von den Onlineportalen, die ihnen Kunden abjagen, bedroht. Deshalb forderte der Verband auch, dass die Portale die gleichen Informations- und Beratungspflichten erfüllen sollen wie Makler in stationären Betrieben. Das hat das Gericht abgelehnt – mit dem Verweis, dass Kunden im Internet meist auf Schnäppchenjagd sind und nicht auf der Suche nach eingehender Beratung. Das Geschäftsmodell von Check24 ist damit gesichert – und auch das ist gut für die Verbraucher.

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