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MM-Redakteurin Corinna Maier.

"Bitte keinen Vernichtungsfeldzug"

Kommentar zur Milliardenstrafe der Deutschen Bank

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München - Dass es teuer wird, war klar - aber so teuer? Die Deutsche Bank ist im Streit mit der US-Justiz mit einer überraschend hohen Forderung konfrontiert. Ein Kommentar.

Dass die windigen Hypothekengeschäfte aus den Zeiten vor der Finanzkrise die Deutsche Bank teuer zu stehen kommen würden, war klar. Die nun von den US-Behörden aufgerufene Summe von 14 Milliarden Dollar übersteigt freilich jede Prognose.

US-Investmentbanken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley kamen wesentlich günstiger weg – und es darf bezweifelt werden, dass diese weniger schuldig am Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarktes waren als die Deutschen. Die Forderungen des US-Justizministeriums sind immer sehr viel höher als die am Ende des Vergleichs tatsächlich fällige Summe. Bleibt zu hoffen, dass der Deutschen Bank nicht der US-Präsidentschaftswahlkampf zum Verhängnis wird, in dem eine harte Haltung gegenüber der ausländischen Konkurrenz als politisch opportun erscheinen könnte. Oder Revanchegelüste infolge der von der EU angeordneten milliardenschweren Steuernachzahlung des US-Konzerns Apple.

Die Deutsche Bank hat für all ihre Prozessrisiken 5,5 Milliarden Euro zurückgestellt. 14 Milliarden Dollar gingen an die Substanz. Strafzahlungen: Ja, natürlich. Aber bitte keinen Vernichtungsfeldzug gegen das Geldhaus, das systemrelevant wie kein zweites in Deutschland ist – und an dessen Niedergang auch den USA nicht gelegen sein sollte.

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