Kommentar

Keine Verbrennungsmotoren ab 2040? Gebot statt Angebot

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Die Regierung Großbritanniens will in Zukunft ganz auf Elektrofahrzeuge setzen. Doch lässt sich dies umsetzen? MM-Redakteur Martin Prem kommentiert.

Nehmen wir einmal an, die Politik hätte vor 23 Jahren festgelegt, wie die Menschen 2017 kommunizieren müssen: Gäbe es heute ein Smartphone? Gäbe es Instagram oder Facebook? Höchstwahrscheinlich nicht. Entwicklungen in einem sich rasch wandelnden Technologiesektor sind einfach nicht vorhersehbar und damit auch nicht planbar.

Das gilt auch für den Bereich Mobilität. Wer – wie das britische Königreich oder die französische Republik – heute festlegt, dass ab 2040 nur noch elektrische Verkehrsmittel zugelassen werden, sollte sich zuerst die Frage stellen, mit welcher Wahrscheinlichkeit das machbar ist. Sonst wird er sich in die lange Reihe widerlegter Visionäre einreihen, über deren fantastische Projektionen – etwa Weltraumtourismus schon 1990 – man heute schmunzeln darf.

Elektromobilität im innerstädtischen Verkehr? Kein Problem. Im Lieferverkehr? Machbar. Im Pendlerverkehr? Zum Großteil zu schaffen. Im Fernverkehr? Eher nicht. Im Güterfernverkehr? Sicher nicht. Im Luftverkehr? Aussichtslos. Hauptproblem bleibt die Batterietechnik. Selbst wenn sich die Energiedichte der Batterien gewaltig steigern lässt: Die komprimiert gebunkerte elektrische Energie stellt ein gewaltiges Unfallpotenzial dar, von der heute keiner weiß, ob es sich zähmen lässt.

Nur wenn die Brennstoffzellentechnologie sich rasant weiterentwickelt, gäbe es eine realistische Perspektive, auf herkömmliche Verbrennungsmotoren ab 2040 verzichten zu können. Doch dann müsste man sofort damit beginnen, die notwendige flächendeckende Infrastruktur für Wasserstoff bereitzustellen, der durch regenerative elektrische Energie gewonnen wird. Selbst dann ist der Zeitplan kaum zu bewältigen. Ein Staat, der Zukunft gestalten will, muss Angebote schaffen, statt sein Volk mit Ge- oder Verboten zu bevormunden.

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema. 

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