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MM-Redakteurin Corinna Maier.

Merkur-Kommentar

US-Bankenregulierung soll lockerer werden: Gefährliche Dekrete

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Per Dekret wischt Trump wichtige Teile der Bankenregulierung vom Tisch. Merkur-Redakteurin Corinna Maier kommentiert.

Die Wall Street hat mal wieder richtig Grund zum Feiern: Seit Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt ist, kennen die Kurse nur noch eine Richtung: nach oben. Vor allem die Investmentbanken wittern Morgenluft. Denn so, wie es aussieht, wird der neue Mann im Weißen Haus den Wall-Street-Sumpf nicht austrocknen, wie er das im Wahlkampf angekündigt hat, sondern im Gegenteil die Geschäfte dort mächtig ankurbeln.

Per Dekret – wieder einmal – wischt Trump wichtige Teile der Bankenregulierung vom Tisch. Es geht um Gesetze, die bestimmte Spekulationsgeschäfte verbieten und den Banken vorschreiben, mehr Eigenkapital vorzuhalten. Damit im Krisenfall nicht wieder der Steuerzahler die Rettung der Geldhäuser finanzieren muss. Das war die Lehre aus der Finanzkrise.

Wenn Trump jetzt die Regeln aufweicht – beraten von einem ganzen Stab ehemaliger Goldman-Sachs-Manager übrigens – dann wird es gefährlich. Entfesselte Banken haben schon mal die globalen Finanzmärkte beinahe zum Kollabieren gebracht. Kaum ein Jahrzehnt ist das her. In diesen Abgrund wollte eigentlich niemand mehr blicken.

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