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Martin Prem kommentiert.

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Volkswagen will Vorstandsbezüge deckeln - „als Alibi“

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Mehr als 12 Millionen Euro hat VW-Vorstandsmitglied Hohmann-Dennhardt erhalten - nach einem Jahr im Amt. Auch Aufsichtsratsmitglieder des Autobauers kritisierten das scharf. Nun soll ein neues Gehaltsmodell für die Führungsspitze her. Ein Kommentar. 

Es lohnt sich nachzurechnen: Ein Metallarbeiter bekam 2005 rund 1982 Euro im Monat, 2015 waren es 2636 Euro – ein Plus von 33 Prozent in zehn Jahren. Der Vorstand von Volkswagen kam 2005 auf 11,2 Millionen Euro und 2015 auf 63,2 Millionen: 461 Prozent Zuwachs. Besser als diese Zahlen es tun, kann man Maßlosigkeit kaum beschreiben.

Es ist kein Ausdruck der Bescheidenheit, dass die Vorstandsbezüge bei VW auf einem absurd hohen Niveau von 10 Millionen Euro gedeckelt werden sollen – es klingt eher wie das Hohngelächter derer, die sich ihrer Beute bereits sicher sind. Menschen bemerken diese Schieflage und nehmen sie nicht mehr hin. Das wird schon daran deutlich, dass der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz allein mit dem Thema Gerechtigkeit katastrophale Umfragewerte in nur wenigen Tagen drehen konnte.

Das Thema ist auf der Tagesordnung, und keiner wird es mit Alibi-Obergrenzen einfangen können. Wir sind mitten drin in der Gerechtigkeitsdebatte – und wir werden sie zu Ende führen müssen. Der freiheitliche Rechtsstaat wird vielleicht nur mit einer für manche sehr schmerzhaften Botschaft zu retten sein: dass persönlicher Verzicht für das Gemeinwohl nicht immer nur die kleinen Leute trifft.

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