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Martin Prem.

Nach Kartellbeschwerde von Ryanair

Kommentar zum Kampf um die Reste von Air Berlin

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Air Berlin ist pleite. Wieder einmal werden nun Steuermittel eingesetzt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein Kommentar.

Die Pleite von Air Berlin war nun wirklich keine Überraschung mehr. Jahrelanges konzeptloses Dahinwursteln und zuletzt der waghalsige Versuch, die preisgünstige Touristen-Linie zum Zubringer der noblen Golf-Airline Etihad zu adeln – das konnte nicht gut gehen. Wieder einmal werden nun Steuermittel eingesetzt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Staatsgelder zur Überbrückung; ein Chef, der vom Konkurrenten Lufthansa als Sanierer abgestellt wurde, und das Aus einleitete. Dazu die Begehrlichkeiten des Marktführers aus Frankfurt, der gar keinen Zweifel aufkommen lässt, dass er die Filetstücke von Air Berlin lieber heute als morgen haben möchte: DieVorwürfe des Ryanair-Chefs Michael O’Leary, der bereits von einem Komplott spricht, sind so leicht nicht vom Tisch zu wischen.

Um so mehr kommt es drauf an, jeden Anschein von Mauschelei zu vermeiden. Air Berlin als Ganzes ist nicht zu erhalten. Und viele Arbeitsplätze sind verloren. Nun geht es vor allem darum, die Reste in einem möglichst offenen und transparenten Prozess zu verwerten. Vor allem mit den Slots, den knappen und begehrten Start und Landerechten auf weitgehend ausgelasteten Flughäfen, werden Marktchancen für die Zukunft vergeben. Die zunehmende Konzentration der Branche darf den Wettbewerb nicht aushebeln. Der mit ihm verbundene Kampf um Kunden hat Fliegen für viele Menschen erst erschwinglich gemacht.

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