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Martin Prem.

Das Ende der Verbrennungsmotoren

Kommentar zur Elektromobilität: Erst das Mögliche tun

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Ein Schock für München: Die Schadstoffe in der Luft sind höher als erwartet. Zeit umzusteigen. Auf Elektromobilität. Allerdings warnt Merkur-Redakteur Martin Prem davor, sich zu übernehmen.

Keine Frage: Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Die Frage ist allerdings, wann es so weit sein kann? 2030 per Gesetz, fordern die Grünen. Das ist kühn. Denn die Autoindustrie, die mehr als jeder andere Wirtschaftszweig zum Wohlstand in Deutschland beiträgt, muss den Wandel bewältigen. Für viele Einsatzzwecke – etwa im Fernverkehr – ist eine Alternative technisch und wirtschaftlich bis 2030 kaum machbar. Und Strom aus Braunkohlekraftwerken ist allemal schlechter als moderne Gas- oder Dieselmotoren mit optimierter Abgasreinigung.

Tun wir doch das Mögliche: Ein Maximum an Elektromobilität dort, wo die Abgassituation es verlangt – in belasteten Städten. Elektrische Busse und Transporter für die Kurzstrecke sind verfügbar, aber teuer. Auch Pkw, die den innerstädtischen Verkehr elektrisch bewältigen können. Das aber wird nur Sinn haben, wenn auch die größten Emissionsquellen in der Stadt auf den Stand der Technik verpflichtet werden: Müllabfuhr, Straßenreinigung, Baugeräte und Loks, für deren Dieselantriebe keinerlei Abgasreinigung vorgeschrieben ist. Auch bei Kraftwerken und Heizungsanlagen besteht erheblicher Nachholbedarf.

Flächendeckende emissionsfreie Mobilität erfordert eine Wasserstoffinfrastruktur zur Versorgung von Brennstoffzellen. Deren Aufbau wäre eine Herkulesaufgabe für Politiker, die wirkliche Herausforderungen nicht scheuen.

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