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Merkur-Redakteur Dirk Walter.

Mega-Projekt

Kommentar zur neuen München-Berlin-Strecke: ICE-Piste statt Flugpiste

Merkur-Redakteur Dirk Walter hofft, dass viele Noch-Fluggäste die Reize einer Bahnfahrt entdecken – ein Kommentar zur neuen ICE-Schnellfahrstrecke München-Berlin.

Zug statt Flug – unter diesem Motto bekommt die deutsche Bahn für ihr Schnellfahrprojekt München-Berlin Zuspruch von unerwarteter Seite: Die Startbahn-Gegner vom Erdinger Moos werden am Sonntag zum Start von Deutschlands Super-ICE-Verbindung eine Demo pro Bahn abhalten. Denn aus ihrer Sicht ist die ICE-Piste ein Argument mehr gegen die Flugpiste. Die Startbahngegner verhalten sich hier eindeutig schlauer als die Führung des Bund Naturschutz, die sich total verrannt hat und die ICE-Trasse auch heute noch als „ökologisch fragwürdig“ und „ökonomisch desaströs“ einstuft. Mit Verlaub: Das klingt stark nach „einfach mal dagegen sein“ und Miesmacherei.

Wenn die Startbahn verhindert werden kann, dann doch wohl nur, wenn am Flughafen München endlich die aus ökologischer Sicht in der Tat „fragwürdigen“ zehntausenden innerdeutschen Flüge reduziert werden. Es ist zu hoffen, dass auch viele Noch-Fluggäste die Reize einer Bahnfahrt entdecken – vor allem, wenn sie in der Gesamtbilanz (inklusive Anfahrt zum Flughafen und Check-in) fast genauso schnell unterwegs sind. Dem Bund Naturschutz ist zu wünschen, dass er seine Position rasch überdenkt, der Deutschen Bahn aber wünscht man allzeit freie Fahrt – und nur ja keine Schneeflocke, damit der ehrgeizige ICE-Fahrplan nicht ins Schleudern kommt.

Lesen Sie hier: Panne auf neuer München-Berlin-Strecke: Zug braucht sechs statt vier Stunden.

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