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Janet Yellen ist seit Februar 2014 Chefin der US-Notenbank.

Zinsen werden erhöht

Kommentar zur US-Notenbank: Zurück zur Normalität

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Das, was die Europäische Zentralbank verweigert, setzt die US-Notenbank um. Sie erhöht die Zinsen. Ein erster Schritt zurück zur Normalität, kommentiert Merkur-Wirtschaftsredakteurin Corinna Maier.

München/Washington - In kleinen Schritten, aber konsequent kehrt die US-Notenbank Fed zurück zur geldpolitischen Normalität. Seit Monaten hat Notenbank-Chefin Janet Yellen die Finanzmärkte darauf eingestimmt, dass es mit den Zinsen nach oben gehen wird – und nun hat sie gehandelt. Mindestens ein weiterer Zinsschritt wird für heuer noch erwartet. Damit wächst der Zinsunterschied zwischen Europa und den USA weiter. Und das hat Folgen.

Europas Zentralbank (EZB) hält unverdrossen fest am Krisenmodus und der Nullzins-Politik. Das heißt, dass die Sparer auf absehbare Zeit nicht mit nennenswerten Renditen rechnen können. Auf der anderen Seite zieht auch in Europa die Inflation an. Das bedeutet für den Durchschnittsverbraucher reale Vermögensverluste.

Trösten konnte man sich bislang noch mit den extrem niedrigen Kreditzinsen, zum Beispiel fürs Eigenheim. Doch die Zinswende in den USA geht an Europa nicht spurlos vorüber. Die langfristigen Zinsen werden eben nicht von der EZB gemacht, sondern sie bilden sich am Kapitalmarkt. Tendenziell wird sich zum Beispiel das Baugeld verteuern – womit die ohnehin schon überschaubare Fangemeinde von EZB-Präsident Mario Draghi noch weiter zusammenschrumpfen dürfte.

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