Kommunale Kliniken: Ärzte streiken

Frankfurt - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund startet am Montag einen Streik in kommunalen Krankenhäusern. Die ärztliche Versorgung soll auf Wochenendniveau heruntergefahren werden.

Nur eine Notfallversorgung soll gewährleistet sein. Die Ärztegewerkschaft warnte, es werde zu tagelangen Verzögerungen in den Behandlungsabläufen kommen und empfahl Patienten, sich nach Möglichkeit in Unikliniken, kirchlichen oder privaten Krankenhäusern behandeln zu lassen. In einigen Bundesländern beteiligen sich laut der Gewerkschaft Ärzte in jedem zweiten kommunalen Krankenhaus. Der Marburger Bund empfahl Patienten, sich für nähere Informationen entweder an die Krankenhäuser oder an die Ärztekammern zu wenden. Auch die Ärztegewerkschaft bietet im Internet unter marburger-bund.de Informationen zu den einzelnen Krankenhäusern.

Zu einer Demonstration in München werden am (morgigen) Montag ab 14.00 Uhr mehrere Tausend Ärzte aus ganz Deutschland erwartet; die Kundgebung ist für 16.00 Uhr geplant. Vom Streik ausgenommen werden lediglich Berlin und Hamburg, für die es bereits Tarifvereinbarungen gibt. Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte in den bundesweit rund 800 kommunalen Kliniken im Schnitt fünf Prozent mehr Geld und eine bessere Bezahlung von Bereitschaftsdiensten.

dapd

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