Kongress einig über Rettungspaket - Rasche Verabschiedung erhofft

Washington - Demokraten und Republikaner im Kongress haben sich am Donnerstag grundsätzlich auf ein 700 Milliarden Dollar schweres Rettungsprogramm für die Finanzbranche verständigt.

Wie Senatoren beider Seiten mitteilten, soll der von den zuständigen Ausschüssen ausgearbeitete Vorschlag nun den Kongress-Spitzen und der Regierung vorgelegt werden. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Es wurde lediglich mitgeteilt, beide Parteien hätten sich über die umstrittene Frage der Topmanager-Gehälter, über Hilfen für Hausbesitzer und Aufsichtsmechanismen verständigt.

Es werde nun einen Plan geben, der vom Abgeordnetenhaus sowie dem Senat gebilligt und vom Präsidenten unterzeichnet werden könne, sagte der republikanische Senator Bob Bennett. Auch sein demokratischer Kollege Christopher Dodd zeigte sich optimistisch, dass das Programm nun innerhalb weniger Tage verabschiedet werden könne.

Die Idee des Hilfspakets ist, angeschlagenen Finanzhäusern faule Hypotheken-Kredite und darauf basierende Wertpapiere abzukaufen. Das soll die Banken entlasten. Die US-Regierung war mit ihrem Plan zunächst auf Widerstände im Kongress gestoßen. Die Abgeordneten hatten unter anderem strenge Kontrollmechanismen gefordert.

Präsident George W. Bush wollte sich am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) mit führenden Kongressmitgliedern sowie dem Präsidentschaftskandidaten Barack Obama (Demokraten) und John McCain (Republikaner) treffen. Die Regierung will die 700 Milliarden Dollar, um faule Kredite der Finanzbranche aufzukaufen.

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