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Vor allem die starke Inlandsnachfrage hat bewirkt, dass die Industrie im Juli deutlich mehr Aufträge verbuhchen konnte.

Konjunkturerholung: Industrie im Juli mit mehr Aufträgen

Berlin - Die deutsche Industrie profitiert von der Konjunkturerholung und hat im Juli deutlich mehr Aufträge als erwartet erhalten. Die Inlandsnachfrage hat sich dabei besonders positiv ausgewirkt.

Der Auftragseingang legte im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Prozent zu, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag in Berlin mit. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs um 1,6 Prozent gerechnet. Bereits im Vormonat gab es ein kräftiges Plus von 3,8 Prozent.

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Begünstigt wurde die Entwicklung im Juli von überdurchschnittlich vielen Großaufträgen. Die Inlandsnachfrage stieg dadurch kräftig um 10,3 Prozent, während die Nachfrage aus dem Ausland um 2,3 Prozent zurückging.

Angesichts des deutlichen Auftragszuwachses in den Sommermonaten geht das Ministerium davon aus, dass die Industrieproduktion im dritten Quartal erstmals seit dem Einbruch in den Wintermonaten wieder zulegen wird. In den Branchen konnten die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern weitere Zuwächse verbuchen.

Bei den Vorleistungsgütern lag das Plus bei 5,2, Prozent, bei den Investitionsgütern bei 3,2 Prozent. Die Hersteller von Konsumgütern mussten einen Auftragsrückgang von 1,5 Prozent hinnehmen. Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Juni/Juli gegenüber April/Mai) stieg der Auftragseingang kräftig um 7,8 Prozent. Impulse kamen dabei zu gleichen Teilen aus dem Inland und dem Ausland.

Auf Jahressicht gaben die Aufträge zwar kräftig nach, der Abwärtstrend verlangsamte sich aber weiter. So lag das jährliche Minus im Juli bei 19,8 Prozent, nach minus 25,2 Prozent im Vormonat. Im Zweimonatsvergleich (Juni/Juli) gingen die Aufträge auf Jahressicht um 22,6 Prozent zurück.

dpa/mol

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