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Das konjunkturprogramm ist noch nicht beim Mittelstand angekommen.

Konjunkturprogramm erreicht Mittelständler nicht

Hamburg - Nur 13,9 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben nach einer Studie bisher Mittel aus den milliardenschweren Konjunkturprogrammen der Bundesregierung erhalten.

Nach einer Umfrage bei rund 500 Unternehmen durch die Forschungsstelle mittelständische Wirtschaft beklagen die Mittelständler vor allem den hohen bürokratischen Aufwand und die geforderten hohen Sicherheiten bei der Vergabe von Staatshilfen. Nur 23,9 Prozent der Befragten glauben demnach, dass die Mittel der Konjunkturpakete I und II ausreichen werden, um die Folgen der Weltwirtschaftskrise für den Mittelstand zu kompensieren. Zudem sind 92,4 Prozent überzeugt, dass die Konjunkturprogramme vorrangig einzelnen Wirtschaftssektoren und vor allem großen Unternehmen zugutekommen.

Nur 13,5 Prozent denken den Angaben zufolge, dass mit den Fördermitteln Projekte unterstützt werden, die positive Langzeiteffekte nach sich ziehen. Zwar seien bis heute viele Maßnahmen, die im Rahmen der 80 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakete beschlossen wurden, noch nicht in Kraft getreten, heißt es in der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand AG und dem Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) erstellt wurde.

Trotzdem sollte die neue Regierung nach der Bundestagswahl unbedingt weitere Maßnahmen ergreifen, um den Mittelstand zeitnah und unbürokratisch zu entlasten. Ein steuerpolitisches Signal wäre wünschenswert, ebenso wie ein deutlicher Appell an die Hausbanken, den Mittelständlern den Weg zu notwendigen Krediten nicht zu versagen, erklären die Mittelstandsvertreter.

AP

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