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Konsumklima: Kaum Aufschwung-Hoffnung

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- Nürnberg - Nach der Wirtschaft haben auch die Verbraucher ihre Hoffnungen auf einen Aufschwung zurückgeschraubt. Die Erwartungen an die Entwicklung der Konjunktur und der persönlichen Einkommen sanken im März zum zweiten Mal in Folge, ergab der GfK-Konsumklima-Index. Nur dank einer konstanten Anschaffungsbereitschaft und einer sinkenden Sparneigung steige der Gesamtindex für die Verbraucherstimmung im April leicht von 4,9 auf 5,2 Punkte.

Die GfK war bislang davon ausgegangen, dass sich der private Verbrauch 2005 um 0,8 Prozent erhöhen werde. "Unsere Perspektive lässt sich nur noch mit Mühe halten", sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst. "Sollten die Verbraucher im April weiterhin auf der Bremse stehen, wird es schwierig."

Die hohe Arbeitslosigkeit verunsichere die Konsumenten ebenso wie die Nachricht, dass große Unternehmen weiter Arbeitsplätze streichen. "Die Arbeitslosigkeit und die Angst davor ist das Top-Thema", unterstrich er. Der "Job-Gipfel" hat nach Wübbenhorsts Ansicht wenig gebracht.

Nach einem Rückgang von 7 Punkten im Februar büßte der Indikator für die Konjunkturerwartung noch einmal 5 Punkte ein. Mit minus 18,2 Punkten liegt er 6 Punkte unter dem Wert im April 2004.

Stabil auf niedrigem Niveau zeigte sich die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen. Mit einem Rückgang um 0,1 auf minus 12,3 Punkte veränderte sich der Indikator kaum und liegt fast 13 Punkte höher als im Vorjahr. Ein Grund liegt nach Ansicht der GfK-Forscher darin, dass die Verbraucher nach drei Jahren Kaufzurückhaltung Nachholbedarf bei größeren Anschaffungen wie Autos, Möbel und Haushaltsgeräte haben. Dafür spreche auch, dass die Sparneigung zum zweiten Mal in Folge gesunken sei.

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