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Drei Konzepte gibt es im Bieterkampf um Opel.

Konzepte für Opel im Detail

Rüsselsheim - Drei Interessenten haben im Übernahmekampf um den deutschen Autobauer Opel dem US-Konzern General Motors Vertragsentwürfe vorgelegt. Hier gibt‘s die Konzepte im Detail.

Wir stellen im folgenden die unterschiedlichen Konzepte vor, so weit sie bislang öffentlich bekannt wurden.

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Magna und Sberbank wollen 500 Millionen investieren

BAIC:
Der chinesische Autohersteller will für die Rettung von Opel von allen Bietern am meisten Geld selbst mitbringen und verlangt zugleich deutlich weniger Staatshilfe als alle Mitbewerber. Wie aus Kreisen des Opel-Mutterkonzerns GM verlautete, will BAIC 660 Millionen Euro für einen 51-Prozent-Anteil an Opel zahlen. Zudem setzt das chinesische Unternehmen auf Staatsbürgschaften in Höhe von 2,64 Milliarden Euro.

Sollte BAIC zum Zuge kommen, ginge dies nach vorläufigen Plänen mit einem Abbau von 7.584 Arbeitsplätzen in Europa einher. Davon würden 3.018 Jobs in Deutschland wegfallen. Das Opel-Werk im belgischen Antwerpen soll nach den Vorstellungen der Chinesen endgültig, das Werk im thüringischen Eisenach für zwei Jahre stillgelegt werden. In Bochum sollen 1.608, in Rüsselsheim 1.160 Stellen wegfallen. Der Pekinger Hersteller will zudem rund zwei Milliarden Euro in die Opel-Fertigung investieren, allerdings in China. Dem Konzept von BAIC werden allgemein nur Außenseiterchancen eingeräumt. 

Magna: Der vom Österreicher Frank Stronach gegründete kanadische Automobilzulieferer ist mit der russischen Sberbank und dem russischen Autohersteller GAZ im Bunde. Das Konsortium will 55 Prozent an Opel übernehmen, wobei Magna und Sberbank jeweils 27,5 Prozent der Anteile erhalten sollen. GAZ könnte später die Anteile der Sberbank übernehmen. Das Konsortium wird offenbar von der russischen Regierung unterstützt. 10 Prozent sind für die Opel-Mitarbeiter vorgesehen.

Magna wollte bei Opel ursprünglich europaweit 11.600 Stellen abbauen, davon 9.500 Jobs in der Produktion. Mittlerweile ist in unbestätigten Meldungen von insgesamt 10.460 Arbeitsplätzen die Rede. Im Gegensatz zu den anderen Bietern will Magna alle Standorte erhalten. Das Magna-Konsortium setzt auf 4,5 Milliarden Euro Staatsbürgschaften und will selbst 500 Millionen Euro Eigenkapital einbringen.

Magna und seine Verbündeten setzen vor allem auf eine Eroberung des russischen Marktes, wo in den nächsten Jahren mit erheblichen Zuwachsraten beim Autoabsatz gerechnet wird.

RHJ International: Der belgische Finanzinvestor ist an verschiedenen Zulieferern beteiligt. Die Übernahme der Anteilsmehrheit an Opel wäre der bislang größte Coup des erst 2004 gegründeten Unternehmens. RHJ bräuchte dazu nach eigenen Berechnungen 3,8 Milliarden Euro Staatshilfe. Selbst will das Unternehmen 275 Millionen Euro Kapital einbringen. Die Opel-Arbeitnehmer sollen mit 10 Prozent an einem künftigen europäischen Opel-Konzern beteiligt werden, müssten dazu aber auf bis zu 300 Millionen Euro Einkommen pro Jahr verzichten.

Der Finanzinvestor will nach einem am 15. Juli vorgelegten Plan europaweit rund 9.900 Stellen abbauen, davon schätzungsweise die Hälfte in Deutschland. Das Eisenacher Opel-Werk will RHJ zwei Jahre lang schließen. Im Gegensatz zu Magna setzt RHJ auf eine Fortsetzung der engen Kooperation zwischen Opel und General Motors. Das Management von Opel soll in gemeinsamer Abstimmung beider Unternehmen bestimmt werden. Kritiker vermuten daher, dass RHJ Opel nach erfolgreicher Sanierung an GM zurück verkaufen will.

AP

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