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Maria-Elisabeth Schaeffler passend mit rotem Schal bei einer gemeinsamen Erklärung mit der Gewerkschaft.

Schaeffler

Konzernchefin kämpft mit IG Metall ums Überleben

Herzogenaurach – Die Schaeffler Gruppe und die IG Metall wollen jetzt gemeinsam für das Überleben des schwer angeschlagenen Autozulieferers kämpfen.

Maria-Elisabeth Schaeffler sagte, der Staat werde für zeitlich begrenzte Überbrückungshilfen gebraucht. Sie hoffe, dass diese Unterstützung nach der Vereinbarung mit der Gewerkschaft nun „leichterfalle“, sagte Schaeffler. Die Gesellschafter erklärten sich in einem gemeinsamen Eckpunktepapier mit der IG Metall erneut bereit, sich „zur Zukunftssicherung des Unternehmensverbundes von einem wesentlichen Teil ihrer Beteiligung an der Schaeffler-Gruppe zu trennen“. Laut Georg Schaeffler gibt es Interessenten. Mit dem Erlös solle die Verschuldung der Gruppe zurückgeführt werden. Neu ist, dass den Mitarbeitern eine Möglichkeit zur Kapitalbeteiligung gegeben werden soll. Wie das genau aussehen soll, wird laut Georg Schaeffler noch geklärt. Auf Nachfragen berichtete Schaeffler, die Eigenkapitallücke der Gruppe, die sich unter dem Druck der Finanzkrise mit der Übernahme des größeren Wettbewerbers Continental übernommen hatte, liege bei 5 bis 6 Milliarden Euro – je nachdem wie schnell eine wirtschaftliche Erholung erfolge.

IG-Metall-Chef Berthold Huber betonte, seine Gewerkschaft betrachte die Entwicklung bei Schaeffler und Continental mit großer Sorge. 220 000 Arbeitsplätze weltweit, davon 80 000 in Deutschland, seien von den aktuellen Entwicklungen betroffen. Die Sicherung der Stellen stehe für ihn im Mittelpunkt.

ap

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