Kostenfalle bei der Schufa-Auskunft

München - Jeder, der wissen möchte, ob bei der „Schufa“ Eintragungen über ihn registriert sind, kann die Auskunft darüber einmal pro Jahr kostenlos erhalten. Allerdings birgt die Anforderung eine Kostenfalle.

So passierte es Gerlinde L., weil sie einfach eine Postkarte schrieb und um die Auskunft bat. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Allerdings enthielt sie nicht die begehrte Information. Vielmehr wurde zunächst um die Erteilung einer Einzugsermächtigung in Höhe von 18,50 Euro gebeten. Einzugsermächtigung wofür? Weil Gerlinde L. eine Schufa-Bonitätsauskunft angefordert habe.

Kostenlose Auskunft der Schufa: So geht's!

Bei Bonitätsauskunft handelt es sich um eine „beweiskräftige Auskunft“ für Ihre Geschäftspartner, die nur die Informationen enthält, die nötig sind, um Vertrauen zwischen Ihnen und Ihrem Geschäftspartner (zum Beispiel einem Vermieter oder dem Arbeitgeber) aufzubauen, so die Schufa. Gedruckt wird sie auf speziellem Briefpapier mit Wasserzeichen, womit die „wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit unter Beweis“ gestellt werden könne.

Das wollte Gerlinde L. aber gar nicht. Um ähnliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten unbedingt diese Schritte eingehalten werden:

-Die Seite im Internet „www.meineschufa.de“ aufrufen. Auf den Button „Formulare und Broschüren“ klicken. Das Bestellformular „Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz“ herunterladen.

-Das Formular ausdrucken und ausfüllen. Keinen Haken unter dem Punkt „Bestellung Bonitätsprüfung“ setzen – das würde die vorerwähnten 18,50 Euro kosten.

-Personalausweis oder Reisepass beidseitig kopieren und mit dem ausgefüllten Formular als Brief an die Schufa Holding AG, Postfach 610410, 10927 Berlin senden.

Innerhalb von einer bis sechs Wochen kommt die kostenlose Auskunft. Sie dient dazu, etwa unrichtige Speicherungen korrigieren zu können. Das betrifft unter anderem die bei der Schufa gemeldeten Telefon- und Mobilfunkverträge, Girokonten, Kredite und Kreditkarten.

Wolfgang Büser

Rubriklistenbild: © dpa

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