Krach mit der Bahn: Transrapid droht zu scheitern

- München - Hinter den Kulissen des Münchner Transrapid-Projekts ist ein heftiger Streit ausgebrochen. Die Einreichung der Pläne verzögert sich nach Informationen unserer Zeitung um mehrere Monate. Die Zusammenarbeit mit der Bahn AG ist offenbar schwer belastet.

<P>Intern klagen Beteiligte über die "Verzögerungstaktik" des Staatskonzerns. Schon 2003 habe die Bahn die Planung Monate verschleppt, dies drohe sich jetzt zu wiederholen. Zudem fror die Bahn ihren Anteil an den Vorbereitungskosten ein. Der Freistaat musste allein in 2003 acht Millionen Euro mehr zahlen.<BR><BR>Bei einem vertraulichen Treffen diese Woche verhandelte Wirtschaftsminister Otto Wiesheu in Gegenwart von Bahn-Chef Mehdorn offen mit Industrie-Vorständen über Alternativen: Statt die Bahn den Transrapid bauen zu lassen, sollten Konzerne wie Siemens die Strecke errichten und vorerst betreiben. "Dann ginge es endlich schneller", werben Projektbeteiligte.<BR><BR>Die Bahn weigert sich bisher, so geht aus internen Dokumenten hervor, jegliches Risiko bei Bau und Betrieb zu tragen. "So wird das nicht laufen", sagte Wiesheu unserer Zeitung. Die Bahn müsse Risiken und Teile der Kosten übernehmen. Er hält das Projekt jedoch weiter für realisierbar und traut der Zusammenarbeit mit der Bahn.<BR><BR>Anfang November berät der Haushaltsausschuss erneut über den Transrapid. Womöglich droht eine Streichung der Bundesmittel. Bayerns SPD-Fraktionschef Franz Maget sieht dafür Indizien: "Ich kenne kein großes Technologieprojekt, das Edmund Stoiber nicht persönlich erfunden hätte. Nur beim Transrapid hält er sich merkwürdig still. Ich weiß, warum."</P><P> </P>

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