Kraft verlangt mehr fürs Essen - und verdient kräftig

Northfield - Der Lebensmittelmulti Kraft hebt die Preise an und füllt damit seine Kasse. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar (8,7 Mrd Euro).

Preiserhöhungen überall auf der Welt hätten zu dem Wachstum beigetragen, erklärte Kraft am Donnerstag in Northfield im US-Bundesstaat Illinois. Der Gewinn fiel allerdings um mehr als die Hälfte auf unterm Strich 799 Millionen Dollar. Der steile Absturz lag aber nur daran, dass Kraft im Vergleichszeitraum sein nordamerikanisches Pizzageschäft an den Schweizer Rivalen Nestlé verkauft hatte, was damals den Gewinn um stattliche 1,6 Milliarden Dollar nach oben getrieben hatte. Operativ verdiente Kraft nun mehr. “Die Zahlen des ersten Quartals stimmen uns für das restliche Jahr zuversichtlich“, sagte Finanzchef Tim McLevish. Er versprach weiteres Wachstum und einen höheren operativen Gewinn.

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Gleichzeitig warnte er allerdings, dass die Rohstoffkosten weiter stiegen. Doch der Optimismus überwog: Nachbörslich verteuerte sich die Aktie um 1 Prozent. Kraft hatte sich Anfang 2010 durch die Übernahme des britischen Süßwarenherstellers Cadbury gestärkt und war dadurch näher an den Weltmarktführer Nestlé herangerückt. Bei Süßwaren konnten die Amerikaner dank der britischen Unterstützung sogar aufschließen. Zu Kraft gehören die Marken Milka oder Toblerone und seit der Cadbury-Übernahme auch die in Großbritannien beliebte Sorte Dairy. Konzernchefin Irene Rosenfeld sagte, die angestoßenen Einsparungen zahlten sich aus. Im Zuge der Übernahme waren Arbeitsplätze weggefallen, was speziell in Großbritannien zu einem Aufschrei geführt hatte.

dpa

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