+
Die Krankenkassen wollen das Überangebot an Ärzten abbauen.

Krankenkassen fordern: Überangebot an Ärzten abbauen

Berlin - Kurz vor dem deutschen Ärztetag haben die Ersatzkassen einen Abbau des “Überangebots an Ärzten“ gefordert. Die Beitragsgelder der Versicherten sollten nicht in Überversorgung investiert werden.

Mit 397 Ärzten je 100 000 Einwohner habe es im vergangenen Jahr die bislang höchste Arztdichte gegeben, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Thomas Ballast, am Montag in Berlin. Das seien rund 31 Prozent mehr als 1991. Die Menschen seien aber nicht kränker geworden. “Wir sollten die Beitragsgelder der Versicherten dort einsetzen, wo Probleme oder Engpässe sind, nicht jedoch noch in Überversorgung investieren“, riet Ballast. Diagnostik und Therapie sollten zudem auf das medizinisch Notwendige konzentriert werden. “Weniger ist oft mehr, zu viel Medizin kann den Patienten auch schaden.“ Der vdek vertritt die Barmer-GEK, die Techniker Krankenkasse und die weiteren Ersatzkassen.

Der Ärztetag beginnt an diesem Dienstag in Kiel. Auch das geplante Versorgungsgesetz dürfte Thema sein, mit dem Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) künftigem Ärztemangel vorbeugen will. Am Montag wollte die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Kiel ihre Positionen bestimmen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Dax weitet Verluste aus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.