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Der Durchschnittsbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen liegt derzeit bei 15,5 Prozent. (Archivbild)

Minus von fast 500 Millionen Euro

Beiträge für Gesetzliche Krankenkassen sollen steigen

Berlin - Der Beitrag für die gesetzlichen Krankenkassen soll im kommenden Jahr steigen. Gesundheitsexperten gehen von einem Anstieg von 0,3 Prozentpunkten aus. 

Die Bundesregierung geht nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung davon aus, dass die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr steigen werden. Im neuen Finanzplan von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stehe, in den Prognosen für das nächste Jahr werde "eine Steigerung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags bei der Gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt", berichtete "Bild" am Dienstag. 

Die SPD will angesichts absehbar steigender Krankenversicherungsbeiträge wieder zur paritätischen Finanzierung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber zurückkehren. Der für Gesundheitspolitik zuständige stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach forderte am Dienstag in Berlin, die Arbeitnehmer könnten die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen nicht allein tragen. Er wies darauf hin, dass die Reformen der großen Koalition von Union und SPD Mehrkosten bedeuteten, etwa für die Krankenpflege, für eine bessere Versorgung der ländlichen Regionen mit Ärzten oder für Kliniken.

Der Beitragssatz zur Krankenversicherung setzt sich seit Jahresbeginn zusammen aus einem allgemeinen, festen Bestandteil von 14,6 Prozent, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte bezahlen, sowie einem Zusatzbeitrag. Diesen müssen die Kassen je nach Finanzlage regelmäßig neu bestimmen, er wird allein von den Arbeitnehmern aufgebracht. Für das laufende Jahr wird mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkten gerechnet.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rechnet angesichts steigender Defizite der Kassen zum Jahreswechsel mit einem Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,2 bis 0,3 Beitragssatzpunkte. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3000 Euro entsprächen 0,3 Punkte einer Mehrbelastung von 9 Euro.

afp/dpa

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