Krankenstand in bayerischer Metallindustrie auf Rekordtief

München - In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mit rund 760.000 Beschäftigten ist die Zahl der Krankmeldungen im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken.

Landesweit habe der Krankenstand 2008 bei 3,9 Prozent gelegen und damit so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der Erhebung vor zwölf Jahren, teilten die bayerischen Metallarbeitgeberverbände am Montag in München mit. Im Jahr 2007 hatten sich im Durchschnitt noch 4 Prozent der Beschäftigten krankgemeldet, im Jahr zuvor 4,2 Prozent. Bereits seit dem Jahr 2001 sei ein klarer Abwärtstrend zu erkennen, sagte Verbandsgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Grund dafür sei das gestiegene Verantwortungsbewusstsein der Beschäftigten, zudem hätten aber auch die Firmen durch Investitionen in den Arbeitsschutz dazu beigetragen. Außerdem gehe der Anteil körperlich schwerer Tätigkeiten kontinuierlich zurück. Einen direkten Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise sehen die Arbeitgeber nicht. Der Krankenstand sinke unabhängig von den Auf- und Abschwungphasen der Konjunktur kontinuierlich, hieß es.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Audi-Chef Stadler bleibt vorerst im Gefängnis
Audi-Chef Rupert Stadler hat Beschwerde gegen die Untersuchungshaft eingelegt. Vorerst vergebens - denn das Amtsgericht München leitete die Beschwerde gleich einmal …
Audi-Chef Stadler bleibt vorerst im Gefängnis
Innogy fügt sich: Einigung mit RWE und Eon bei Zerschlagung
Wut und Enttäuschung herrschten beim Energieversorger Innogy, als die Pläne für die Zerschlagung des noch jungen Konzerns bekannt wurden. Eine Vereinbarung von Eon und …
Innogy fügt sich: Einigung mit RWE und Eon bei Zerschlagung
Wohlstand in Deutschland liegt nur auf Niveau der Neunziger
Seit den Neunzigerjahren wächst die Wirtschaft deutlich schneller als das Wohlfahrtsniveau in Deutschland. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Der …
Wohlstand in Deutschland liegt nur auf Niveau der Neunziger
Trump droht der EU nach deren Rekord-Strafe gegen Google
Der US-Präsident legt in seinen anti-europäischen Außerungen nach: Donald Trump hat die Rekordstrafe für Google kritisiert und Maßnahmen gegen die EU angedroht.
Trump droht der EU nach deren Rekord-Strafe gegen Google

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.