+
Die Commerzbank hat sich bereits auf eine hohe Strafzahlung eingestellt. Foto: Frank Rumpenhorst

Kreise: Commerzbank vor milliardenschwerem Vergleich in USA

New York/Frankfurt/Main (dpa) - Die Commerzbank steht im Streit um Verstöße gegen US-Handelssanktionen Kreisen zufolge kurz vor einer teuren Einigung.

Nach monatelangen Verhandlungen laufe es auf eine Vergleichszahlung von mindestens 1,4 Milliarden US-Dollar hinaus, sagte ein Insider der Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zu Freitag und bestätigte damit weitere Medienberichte. Die Einigung könnte noch in diesem Monat verkündet werden. Die Commerzbank wollte sich dazu nicht äußern.

Mit der Zahlung büßt die Commerzbank den Informationen zufolge für Verstöße gegen US-Handelssanktionen bei Geschäften mit Staaten wie Iran und Sudan. Zudem werfen die US-Behörden dem Institut zu laxe Vorkehrungen gegen Geldwäsche vor. Im vergangenen Jahr hatten die USA die französische Großbank BNP Paribas wegen Sanktionsverstößen zu einer Rekordzahlung von 8,9 Milliarden Dollar verdonnert.

Die Commerzbank hat sich bereits auf eine hohe Strafzahlung eingestellt. In der vorläufigen Bilanz für 2014 legte das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut weitere 222 Millionen Euro für Rechtsrisiken zur Seite. Damit belaufen sich die Rückstellungen aktuell auf 1,4 Milliarden Euro.

Allerdings sagt die Bank nicht, wie viel davon für den US-Fall bestimmt sind. Das Institut hatte aber im Februar schon gewarnt, dass ein Vergleich in den USA das Ergebnis noch einmal belasten könnte.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Österreicher XXXLutz übernimmt bekannte deutsche Möbelkette
Der österreichische Möbelhändler XXXLutz übernimmt eine bekannte deutsche Kette. Die zuständigen Wettbewerbsbehörden müssen allerdings noch zustimmen.
Österreicher XXXLutz übernimmt bekannte deutsche Möbelkette
Erneute Enttäuschung bei Aldi Süd: Beliebtes Produkt schon nach wenigen Minuten ausverkauft
Eine neue Aktion von Aldi Süd sorgt schon wieder für Kritik: Gleich am ersten Tag soll ein begehrtes Produkt im Angebot ausverkauft sein. Die Enttäuschung bei den Kunden …
Erneute Enttäuschung bei Aldi Süd: Beliebtes Produkt schon nach wenigen Minuten ausverkauft
Zinsanstieg belastet zunehmend die Aktien
Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts weiter steigender Zinsen in den USA sind Aktien als Anlageform in Ungnade gefallen. Der Dax büßte 1,02 Prozent auf 12.422,30 Punkte ein …
Zinsanstieg belastet zunehmend die Aktien
Scheuer will BER-Eröffnung "unbedingt" bis 2020
Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) pocht auf eine Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Herbst 2020. "Der BER ist nach wie vor ein …
Scheuer will BER-Eröffnung "unbedingt" bis 2020

Kommentare