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Die Bundesregierung unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission für ein Verbot bestimmter Wegwerf-Artikel aus Plastik wie Wattestäbchen und Trinkhalme. Foto: Ralf Hirschberger

Gesetz noch in diesem Jahr

Kreise: EU-Staaten einig bei Verbot von Einweg-Plastik

Brüssel (dpa) - Plastikteller, Strohhalme und andere Kunststoff-Wegwerfprodukte dürften nach einem Beschluss der EU-Staaten bald der Vergangenheit angehören.

Im Ausschuss der EU-Botschafter fand sich eine Mehrheit für das geplante Verbot, wie es aus EU-Diplomatenkreisen hieß. Das Europaparlament hatte sich bereits dafür ausgesprochen.

Die abschließenden Verhandlungen zwischen den Staaten und dem Parlament sollen nun Anfang November beginnen. Ziel ist es, das Gesetz bis Ende des Jahres zu verabschieden.

Die EU-Kommission hatte im Mai vorgeschlagen, Einmalgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik zu verbannen. Verboten werden sollen jedoch nur Gegenstände, für die es aus Sicht der Kommission bereits Alternativen gibt.

Die Brüsseler Behörde verspricht sich dadurch große Umweltvorteile. Die Maßnahmen sollen den Ausstoß von Kohlendioxid um 3,4 Millionen Tonnen verringern.

Bis 2030 könnten Umweltschäden im Wert von 22 Milliarden Euro vermieden werden, hieß es. Verbraucher könnten bis zu 6,5 Milliarden Euro sparen. Die Kommission begründet den Vorstoß vor allem mit dem Schutz der Ozeane. Mehr als 80 Prozent des Mülls in den Meeren sei Plastik.

Fragen und Antworten der EU-Kommission zum Plastikverbot (28.5.18)

Entwurf einer EU-Richtlinie zum Plastikverbot (28.5.2018)

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