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Wegen des Streits mit zwei wichtigen Zulieferern hatte VW für Tausende Beschäftigte Kurzarbeitergeld beantragt. Foto: Hendrik Schmidt

Kreise: Verhandlungen im VW-Streit laufen noch

Es ist ein beispielloser Konflikt: Zwei wichtige Zulieferer beliefern Volkswagen nicht mehr, bei dem Weltkonzern stehen deswegen Bänder still. Seit Montagmittag ringen Volkswagen und die Firmen um eine Lösung. In Verhandlungskreisen wird Zuversicht verbreitet.

Wolfsburg (dpa) - In Marathon-Verhandlungen ringen Volkswagen und zwei wichtige Zulieferer um ein Ende des Lieferboykotts. Auch am Dienstagmorgen liefen die Gespräche noch, wie die Deutsche Presse-Agentur von mehreren Personen aus Verhandlungskreisen erfuhr.

"Alles ist jetzt auf einem guten Weg", sagte eine der Personen. Die Gespräche hatten nach dpa-Informationen am Montagmittag begonnen.

Zwischen Volkswagen und den beiden wichtigen Teilezulieferern tobt seit Tagen ein Streit um die Kündigung von Aufträgen. Die Hintergründe sind unklar. Wegen eines Lieferstopps stehen bei dem Autobauer viele Bänder still: Der Konzern wartet auf Getriebeteile und Sitzbezüge von den Zulieferern ES Automobilguss und Car Trim, die zur Unternehmensgruppe Prevent gehören.

Wegen des Streits können laut VW insgesamt 27 700 Mitarbeiter in mehreren Werken nicht so arbeiten wie geplant. Allen voran steht im Stammwerk Wolfsburg die Produktion des wichtigsten VW-Modells Golf still. Der Autobauer sprach von "Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zu Kurzarbeit".

Die Zulieferer-Branche befürchtet bereits Auswirkungen auch auf andere Lieferanten. Die Bundesregierung hatte am Montag eine Lösung angemahnt.

Bei der Firma ES Automobilguss in Schönheide im Erzgebirge ist für diesen Dienstag eine Betriebsversammlung geplant, wie die dpa erfuhr. Daraus erhofften sich die Arbeitnehmervertreter Antworten auf die vielen Fragen zur Zukunft des Zulieferers.

Volkswagen hatte betont, auf eine gütliche Einigung zu setzen. Der Autobauer hatte aber daneben angekündigt, notfalls alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Das Landgericht Braunschweig hatte einstweilige Verfügungen erlassen, welche die Lieferanten zur Wiederaufnahme der Belieferung verpflichten. VW könnte aber frühestens Ende dieser Woche seine Ansprüche per Gerichtsvollzieher durchsetzen und die Teile holen lassen.

Informationen über das Stammwerk Wolfsburg

Produktionsstandorte des VW-Konzerns weltweit

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