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Die Krise in der Landwirtschaft schmälert das Geschäft der Baywa AG.

Strukturwandel in der Agrarindustrie

Krise in der Landwirtschaft schmälert das Geschäft der Baywa

München - Die traditionellen Geschäfte mit der heimischen Landwirtschaft tragen immer weniger zur Bilanz des Agrarkonzerns Baywa bei. Wie sich das Unternehmen anpasst.

Die traditionellen Geschäfte mit der heimischen Landwirtschaft tragen immer weniger zur Bilanz des Münchner Energie- und Agrarkonzerns Baywa bei. Stattdessen erwirtschaftet das Unternehmen inzwischen mehr als die Hälfte seines Ergebnisses mit internationalen Beteiligungen und der Sparte erneuerbare Energien. Das geht aus der Bilanz der ersten drei Quartale vor, die Vorstandschef Klaus Lutz am Donnerstag in München vorstellte.

Massiver Strukturwandel in Landwirtschaft

Sorgen bereite der Baywa AG vor allem das Agrargeschäft in Deutschland und Österreich sowie das Geschäft mit Baustoffen. Lutz sprach von einem „massiven Strukturwandel“ in der Landwirtschaft. Die Baywa werde diesen Bereich umbauen und auch Standorte schließen. Für den Baubereich verhandele der Konzern mit einem Partner. „Die Gespräche laufen auf Hochtouren“, sagte Lutz.

Erneuerbare Energien sollen Rekordergebnis erzielen

Erfolgreich seien dagegen die Unternehmensbereiche, die die Baywa seit 2009 zu ihrem traditionellen Geschäft hinzugenommen habe. Im Obsthandel zahle sich die Übernahme des neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers aus. Für das Geschäft mit erneuerbaren Energien erwartet Lutz für 2015 „ein Rekordergebnis“.

Der Umsatz der Baywa sank in den ersten drei Quartalen 2015 leicht von 11,4 auf 11,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg dagegen von 74,5 auf 75,3 Millionen Euro. Dazu habe vor allem das dritte Quartal beigetragen, in dem die Baywa ein Ergebnis von 34,6 Millionen Euro (Vorjahr: 12,4 Millionen Euro) erwirtschaftete.

Ölpreis und landwirtschaftliche Erzeugnisse belasteten Umsatz

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet Lutz ein Ergebnis „mindestens auf Vorjahresniveau“. 2014 hatte der Preisrutsch bei Öl und landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Getreide und Äpfeln das Unternehmen belastet. Der Umsatz ging von 16 Milliarden Euro im Vorjahr auf 15,2 Milliarden Euro zurück.

dpa 

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