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Karl-Thomas Neumann wechselt von VW zu Opel.

Dienstantritt voraussichtlich im März

Neuer Opel-Chef kommt von VW

Rüsselsheim - Opel bekommt - mal wieder - einen neuen Chef. VW-Manager Neumann soll voraussichtlich schon ab März den angeschlagenen Autobauer aus der Dauerkrise führen.

Der VW-Manager Karl-Thomas Neumann übernimmt voraussichtlich schon zum 1. März den Chefposten beim kriselnden Autobauer Opel. Volkswagen entlasse Neumann vorzeitig aus seinen bis 30. Juni 2013 laufenden Verpflichtungen, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Sonntag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe.

VW wollte den Bericht nicht näher kommentieren, dementierte ihn aber auch nicht. Ein Opel-Sprecher sagte: „Zu Personalien geben wir grundsätzlich keinen Kommentar ab.“ Im November hatten Branchenkreise bestätigt, dass Neumann spätestens ab Sommer 2013 das Europageschäft des US-Autoriesen General Motors (GM) führen soll.

Auf den Ex-VW-China-Chef Neumann wartet eine schwierige Aufgabe. GM stimmte auf weitere verlustreiche Jahre für Opel ein. „Wir schreiben 2013 und 2014 rote Zahlen, 2014 hoffentlich weniger. Ein ausgeglichenes Ergebnis wird 2015 oder 2016 erreicht - je nach Marktlage“, sagte GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky dem „Focus“.

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Im Herbst hatte GM das Ziel ausgegeben, 2015 in seinem Europageschäft wieder die Gewinnschwelle zu erreichen. Ende Oktober hieß es aus der GM-Zentrale in Detroit, im Europageschäft sei für das Gesamtjahr 2012 ein operativer Verlust von 1,5 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar (bis zu 1,4 Mrd Euro) zu erwarten. Die Absatzkrise in Europa macht Opel ähnlich wie Ford, Fiat oder Peugeot zu schaffen.

Um die Werke besser auszulasten, hatte Opel beschlossen, die Autoproduktion in Bochum 2016 einzustellen. Opel-Interimschef Thomas Sedran bekräftigte im „Focus“: „Wir haben keine weitere Werksschließung geplant.“ In Deutschland hat Opel außer in Bochum Standorte in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.

Sedran, der die Opel-Führung Mitte Juli 2012 nach dem Rauswurf des glücklosen Karl-Friedrich Stracke übergangsweise übernommen hatte, wird dem Unternehmen aller Voraussicht erhalten auch nach Neumanns Amtsantritt erhalten bleiben. Die „Wirtschaftswoche“ schreibt, Sedran werde dann seine alte Rolle als Strategievorstand wieder übernehmen. Sedran hatte in Interviews mehrfach gesagt, dass er langfristig bei Opel bleiben wolle - unabhängig davon, wer Chef des Autobauers werde.

dpa

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