Krisentreffen soll Ölpreis-Anstieg bremsen

Kairo - Auf Einladung des Königs von Saudi-Arabien wollen heute in der Hafenstadt Dschidda Staatschefs, Minister und Konzernvorstände ein Patentrezept gegen den rasanten Anstieg des Ölpreises suchen.

Aus Berlin reist Wirtschaftsminister Michael Glos an. Der CSU-Politiker hatte im Vorfeld mehr Transparenz auf den Ölmärkten gefordert. Der Preisanstieg der vergangenen Monate sei nicht allein mit boomender Weltkonjunktur und steigender Nachfrage zu erklären. Es gebe auch Spekulation. Daher müssten Förder- und Verbraucherländer zu einer engeren Zusammenarbeit finden. Zugleich will sich Glos für eine Erhöhung der Fördermengen einsetzen.

Dass ausgerechnet Venezuela als Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) nicht an dem Krisentreffen teilnimmt, werten Beobachter als Protest gegen die jüngsten Produktionssteigerungen, die das Gastgeberland Saudi-Arabien kürzlich angekündigt hatte. Denn genau wie die Mehrheit der OPEC-Staaten glaubt auch Venezuela nicht, dass man einfach noch mehr Öl fördern sollte, um den Preis zu senken. Sie meinen, dass vor allem der Wertverfall des US-Dollar und die schwer kontrollierbaren Geschäfte von Spekulanten den Preis in die Höhe getrieben haben.

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