Kristallglashersteller Nachtmann entlässt rund 60 Mitarbeiter

Neustadt/Waldnaab - Der traditionsreiche ostbayerische Bleikristallhersteller F.X. Nachtmann wird an mehreren Standorten im Bayerischen Wald wegen Rationalisierungsmaßnahmen insgesamt rund 60 Mitarbeiter entlassen.

So sei unter anderem die Einstellung der Handproduktion mit bislang 13 Beschäftigten in Spiegelau geplant, sagte Geschäftsführer Alois Kaufmann am Stammsitz in Neustadt a. d. Waldnaab. In den Werken Riedlhütte und Frauenau verlieren wegen einer Umstellung auf mehr maschinelle Fertigung insgesamt 50 Mitarbeiter ihre Jobs. Damit wird Nachtmann die Herstellung von mundgeblasenem Glas aufgeben. In Spiegelau schlage eine Arbeitsstunde mit 25 Euro zu Buche, sagte Kaufmann. Konkurrenten in Ländern wie Tschechien oder Ungarn könnten vergleichbare Qualität produzieren und hätten nur Stundenkosten von fünf bis sieben Euro, begründete der Nachtmann-Chef den Schritt. In den beiden anderen Bayerwald-Fabriken hat Nachtmann rund 30 Millionen Euro in die automatische Produktion investiert und benötigt entsprechend weniger Beschäftigte. Künftig werden in Riedlhütte und Frauenau noch 385 Männer und Frauen bei Nachtmann arbeiten. Das mehr als 170 Jahre alte Unternehmen wurde 2004 vollständig vom österreichischen Weinglashersteller Riedel übernommen. Künftig wird Nachtmann noch etwa 860 Mitarbeiter in Niederbayern und der Oberpfalz haben.

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