+
Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte als Teil ihrer verschärften Einwanderungs- und Einreisepolitik auch höhere Hürden für die Gewährung von Arbeitsvisa an Ausländer aufgestellt. Foto: Andrew Harnik/AP

US-Konzernchefs sind besorgt

Kritik an Trumps Hürden für Auslands-Arbeitskräfte

Die strikte Einwanderungspolitik der Trump-Regierung wird von vielen US-Unternehmen schon lange kritisch betrachtet. Nun appellieren Konzernchefs in einem offenen Brief an die Heimatschutzministerin.

Washington (dpa) - Die Chefs Dutzender großer US-Konzerne wie Apple, IBM, Coca-Cola, American Airlines und Mastercard haben die Ausländerpolitik der Trump-Regierung kritisiert.

Durch die Maßnahmen und deren Umsetzung müssten viele tausend Beschäftigte befürchten, ihren rechtlichen Status zu verlieren, hieß es in einem offenen Brief des Lobbyverbands Business Roundtable an die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen. Dies könne auch das Geschäft der Unternehmen stark beeinträchtigen, warnten die Unterzeichner des Briefs.

Besorgt sind die Unternehmen unter anderem über die Ankündigung, dass Ehepartner von Beschäftigen mit einem H1B-Visum für Beschäftigte mit speziellen Qualifikationen bald das Arbeitsrecht verlieren sollen. Da die Berechtigung in anderen Ländern üblich sei, könnte dies für Fachkräfte ein Anreiz sein, statt der USA dorthin zu gehen. Außerdem gebe es bei den Kriterien für die Gewährung von Arbeitsvisa undurchsichtige Änderungen. Insgesamt würden nur wenige Menschen mit ihren Familien in ein anderes Land ziehen, wenn die dortige Regierung plötzlich und ohne Angabe von Gründen ihre Ausreise verlangen könne.

Die Einwanderungs- und Ausländerbehörde USCIS, die dem Ministerium für Innere Sicherheit untersteht, rechtfertigte die Politik der Trump-Regierung in einem Statement als notwendige Reformen, die zu einem "leistungsorientierten" Immigrationssystem führten. Es gehe darum, die Beschäftigungsprogramme so zu reformieren, dass "das amerikanische Volk" im größtmöglichen Ausmaß davon profitiere, sagte ein Behördensprecher dem Sender CNN.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte als Teil ihrer verschärften Einwanderungs- und Einreisepolitik auch höhere Hürden für die Gewährung von Arbeitsvisa an Ausländer aufgestellt. Unter anderem in der Tech-Branche spielen hoch qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland aber eine wichtige Rolle für die Unternehmen. Sie haben zum Teil beachtliche Karrieren hingelegt: So werden Google oder Microsoft aktuell von zwei Einwanderern aus Indien, Sundar Pichai und Satya Nadella, geführt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

E-Zigaretten boomen weiter - Tabakverkäufe stabil
Rauchen ist krebserregend, soviel ist klar. Wohl auch deshalb scheint es sinnvoll, wenn Kettenraucher auf die weniger schädlichen E-Zigaretten umsteigen. Der Markt …
E-Zigaretten boomen weiter - Tabakverkäufe stabil
„Was wäre, wenn ich tragisch sterbe?“
Paukenschlag bei Ryanair: Chef Michael O‘Leary spekuliert öffentlich über ein Ende seiner Amtszeit. In einem Interview stichelt er außerdem gegen die Gewerkschaften. 
„Was wäre, wenn ich tragisch sterbe?“
Dax profitiert von Wall-Street-Rekorden
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag von der guten Stimmung an der Wall Street profitiert. Der Dax zog in der Spitze bis auf 12.458 Punkte an …
Dax profitiert von Wall-Street-Rekorden
Neuer Chef will Heckler & Koch auf Kurs bringen
Rottweil (dpa) - Der Waffenhersteller Heckler & Koch will mit einer neuen Führungsriege an Bord raus aus den roten Zahlen.
Neuer Chef will Heckler & Koch auf Kurs bringen

Kommentare