CSU kritisiert neues Kombilohn-Modell

- München -­ Die CSU hat vor dem Kombilohnmodell für Niedrigverdiener gewarnt, das der Wirtschaftsweise Peter Bofinger vorgeschlagen hatte. Danach sollen Geringverdienern mit Bruttoeinkünften von bis 1300 Euro (Singles) beziehungsweise 1900 Euro (Verheiratete) die Sozialbeiträge ganz oder teilweise erstattet werden.

"Ich sehe nicht, dass mit diesem Modell neue Jobs entstehen", sagte CSU-Arbeitsmarktexperte Stefan Müller. Zugleich fürchtet Müller jedoch eine neue Kostenexplosion: "Die Ausgaben sind nicht abzuschätzen."

Die Große Koalition diskutiert derzeit im Rahmen der Hartz-IV-Revision die Neuregelung der Zuverdienstmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose. So soll der Anreiz erhöht werden, auch einen schlecht bezahlten Vollzeit-Job aufzunehmen. Allerdings gibt es zwischen SPD und Union große Differenzen, wie dies zu erreichen ist.

Während sich der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner positiv über das Bofinger-Modell äußerte, plädiert die Union für ihr eigenes Kombilohnmodell. Danach soll älteren Arbeitslosen und Jugendlichen unter 25 Jahren ein Lohnkostenzuschuss von bis zu 40 Prozent des Bruttolohns gezahlt werden. Zwei Drittel der Förderung bekommt der Arbeitgeber, ein Drittel der Arbeitnehmer.

Bis Anfang Dezember will Arbeitsminister Franz Müntefering dem Kabinett Vorschläge für ein umfassendes Niedriglohnkonzept vorlegen.

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