Kronen und Brücken: Vergleiche machen sich schnell bezahlt

- Ein Besuch beim Zahnarzt kann teuer werden. Zwar wurde der Zahnersatz nicht wie ursprünglich geplant aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. Die Kassen zahlen seit Jahresanfang aber nur noch einen Festzuschuss, dessen Höhe allein vom Befund abhängt. Alles, was darüber hinausgeht, muss der Patient aus eigener Tasche bezahlen.

<P class=MsoNormal>Wer Preise vergleicht, kann dennoch einiges sparen. Die neuen Regelungen sehen vor, dass jeder Kassenpatient einen festen Zuschuss erhält - unabhängig davon, welche Behandlung er wählt. Die Höhe des Festzuschusses beträgt die Hälfte der so genannten Regelleistung. </P><P class=MsoNormal>Patienten sollten nicht darauf vertrauen, dass der Behandlungsvorschlag des eigenen Zahnarztes der einzig richtige ist. "Auf keinen Fall sollte man noch auf dem Behandlungsstuhl irgendetwas unterschreiben", warnt Susanne Uhrig, Sprecherin der Barmer Ersatzkasse. Sie empfiehlt allen Patienten, sich vor einer größeren Behandlung bei ihrer Krankenkasse beraten zu lassen. Allerdings bieten nicht alle Krankenkassen solche speziellen Beratungen an, kritisiert Verbraucherschützerin Julia Nill.</P><P class=MsoNormal>"Es kann unter Umständen sinnvoll sein, eine zweite oder sogar dritte Meinung bei anderen Ärzten einzuholen", empfiehlt die Expertin. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Ärzten seien oft beträchtlich.</P><P class=MsoNormal>Geringer Preis zulasten der Qualität</P><P class=MsoNormal>Wer nicht mehrere Zahnärzte aufsuchen möchte, kann inzwischen auch für eine Bearbeitungsgebühr von 2,50 Euro seinen Heil- und Kostenplan ins Internet stellen. Unter www.zweite-zahnarztmeinung.de können Zahnärzte dann die Angebote ihres Kollegen unterbieten. Die Angebote dort liegen teilweise mehrere hundert Euro unter dem ursprünglichen Preis. Julia Nill, Gesundheitsreferentin bei der Verbraucherzentrale in Stuttgart, begrüßt solche Angebote grundsätzlich: "Es besteht aber immer die Gefahr, dass der geringe Preis zu Lasten der Qualität geht."</P><P class=MsoNormal>Das sieht der Hanauer Zahnarzt Eckhard Meiser ganz ähnlich. "Wer mit einem Behandlungsvorschlag nicht einverstanden ist, sollte dies mit seinem Zahnarzt besprechen." Es sei wichtig, dass es ein langfristiges Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gibt.</P><P class=MsoNormal>Nach Erfahrungen von Verbraucherschützerin Nill kann der Patient aber oft auch noch etwas sparen, wenn er beim eigenen Zahnarzt bleibt. Einige Ärzte berechneten bei privatärztlichen Leistungen grundsätzlich einen höheren Faktor, als es eigentlich medizinisch notwendig wäre, weiß Nill. "Darüber sollte der Patient mit dem Zahnarzt verhandeln."</P><P class=MsoNormal>Seine Kollegen könnten dem Patienten zwar eine billigere Behandlung anbieten, erwidert Zahnarzt Meiser: "Dies bedeutet dann aber immer auch eine geringere Leistung." Die Zahnärzte sind an die Gebührenordnung gebunden, erklärt der Mediziner: "Ein Rabatt wie etwa bei einem Handwerker ist daher nicht möglich." Für den Patienten bieten sich aber noch weitere Einsparpotenziale. So bieten inzwischen viele deutschsprachige Zahnärzte im Ausland ihre Leistungen an. Sie versprechen deutlich günstigere Leistungen. Eine solche Behandlung auf Mallorca oder in Osteuropa ist jedoch nach Expertenmeinung mit Risiken verbunden.</P><P class=MsoNormal>"Wir raten davon ab", sagt Susanne Uhrig, Sprecherin von der Barmer Ersatzkasse. Problematisch könne es für den Patienten insbesondere dann werden, wenn die Behandlung nicht ordnungsgemäß ausgeführt wird. Ansprüche gegen den Zahnarzt seien dann oft nur schwer durchzusetzen. </P>

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