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Die Kündigung für eine langjährige Angestelle der Bahn wurde vom Landesarbeitsgericht als unwirksam aufgehoben.

Kündigung einer langjährigen Bahn-Angestellten unwirksam

Berlin - Die Bahn muss die fristlose Kündigung einer langjährigen Angestellten wegen Abrechnungsbetrugs zurücknehmen. Die Frau hatte bei der Abrechnung der Party zu ihrem Dienstjubiläum betrogen.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am Donnerstag. Die Frau hatte Bewirtungskosten für ihr 40. Dienstjubiläum falsch abgerechnet und die Bahn um 160 Euro betrogen.

Das Gericht sah das Vertrauensverhältnis nach 40-jähriger Arbeitszeit ohne Beanstandungen aber “durch die einmalige Verfehlung noch nicht vollständig zerstört“. Außerdem habe die Frau den Betrug nicht in ihrem eigentlichen Arbeitsbereich begangen und zudem sofort gestanden. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Die Frau hatte sich von einem Lieferanten eine Gefälligkeitsquittung über 250 Euro ausstellen lassen, obwohl die Feier nur 90 Euro kostete. Als dies herauskam, kündigte die Bahn der Frau fristlos. Ein Vergleichsvorschlag des Gerichts, der die Wiedereinstellung der Frau vorsah, wurde von der Bahn abgelehnt.

dpa

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