Vor der Küste Alaskas

Shell stoppt umstrittene Probebohrungen

Anchorage - Das niederländische Ölunternehmen Royal Dutch Shell hat seine umstrittenen Probebohrungen vor der Nordwestküste Alaskas nach nur einem Tag kurzfristig gestoppt.

Ein Unternehmenssprecher sagte der Nachrichtenagentur AP, Meereseis bewege sich auf das Bohrschiff zu, die Bohrungen würden daher vorübergehend eingestellt. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. US-Behörden vermuten in der arktischen Tschuktschensee und der angrenzenden Beaufortsee rund 26 Milliarden Barrel Öl und 3,68 Billionen Kubikmeter Erdgas. Ende August hatte US-Innenminister Ken Salazar die Probebohrungen genehmigt, obwohl Shells Spezialschiff für die Bekämpfung von Leckagen weder zertifiziert noch in der Nähe des Bohrlochs stationiert ist. Umweltorganisationen haben die Bohrungen in der arktischen See immer wieder scharf kritisiert, da ihrer Einschätzung nach keine überzeugenden Notfallpläne für den Fall einer Ölpest vorliegen.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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