MAN auf Kurs für Jahresziele

- München - Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugekonzern MAN hält den Druck auf die Lohnkosten trotz eines erwarteten Ergebnisschubs in diesem Jahr aufrecht. Die Kostensituation bleibe ein wichtiges Thema, vor allem bei den Nutzfahrzeugen, sagte MAN-Chef Hakan Samuelsson am Mittwochabend in München. Derzeit liefen dazu Verhandlungen auf betrieblicher Ebene mit der Arbeitnehmerseite. Einfachster Weg, die Arbeitskosten zu senken, sei eine Verlängerung der Arbeitszeiten.

Nach den ersten elf Monaten sieht sich der Konzern auf der Zielgeraden für seine Pläne im Gesamtjahr. Nach einem Umsatzplus von Januar bis November um drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp 13 Milliarden Euro würden für das Gesamtjahr Erlöse von rund 15 (Vorjahr: 14,9) Milliarden  Euro erwartet, sagte Samuelsson. Beim operativen Ergebnis will MAN die Marke von 700 (566) Millionen Euro klar übertreffen.

Der Auftragseingang legte in den ersten elf Monaten um 18 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro zu, im November belief sich das Plus auf vier Prozent. Seine künftigen Wachstumspläne will der Konzern unter anderem mit einer Produktion in Indien umsetzen. Dafür seien die Beteiligung an einem Joint Venture sowie Investitionen von mehr als 150 Millionen Euro eingeplant, sagte Samuelsson.

Im Verkaufsprozess um den Dieselmotorenhersteller MTU Friedrichshafen sieht Samuelsson für MAN "keine großen Chancen" mehr. Zugleich bekräftigte er erneut, dass der Konzern vor allem auch unter langfristigen Aspekten für MTU das beste Konzept vorgelegt habe. Sollte MAN in dem Bieterwettstreit unterliegen, werde man in diesem Bereich aus eigener Kraft wachsen und neue Motorenkonzepte auflegen. Eine Übernahme eines anderen Unternehmens sei "nicht realistisch", sagte Samuelsson.

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