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Bleiben trotz Krise gut gelaunt: Der chinesische Notenbankchef Zhou Xiaochuan und Bundespräsident Horst Köhler in Peking.

Euro-Kursrutsch: Köhler bleibt entspannt

Peking - Der Bundespräsident bleibt gelassen: Dass der Euro in den Keller rutscht, findet Horst Köhler nicht besonders beunruhigend. Trotzdem mahnt er jetzt zum schnellen Handeln.

Bundespräsident Horst Köhler ist wegen des Euro- Kursrutsches noch nicht beunruhigt. “Diese Art von Schwankungen sind bei der Dimension der Volumen, die da über die Grenzen schwappen, für mich nicht überraschend“, sagte Köhler am Dienstag in Peking.

“Ich kann in dieser Entwicklung noch nichts extrem Beunruhigendes sehen“, betonte der Bundespräsident. Es müssten jetzt aber auch die politischen Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Stabilisierung der Finanzmärkte angekündigt wurden, mahnte er.

Köhler sprach in Peking mit dem chinesischen Notenbankchef Zhou Xiaochuan, der den amerikanischen Dollar als Leitwährung infrage gestellt hatte. Köhler unterstützte im Grundsatz diese Überlegungen, um das Finanzsystem stabiler zu gestalten. Er warnte aber vor Hast bei der Umsetzung. “Zur Stabilisierung des Finanzsystems gehört auch die Frage, ob wir auf einen größeren Korb von Währungen oder auf das Instrument der Sonderziehungsrechte umstellen können“, sagte Köhler.

Zhou Xiaochuan unterstützte bei dem Treffen die europäischen Bemühungen zur Stabilisierung des Euro und zur Rettung Griechenlands. China werde sich im Internationalen Währungsfonds dafür einsetzen, dass der IWF seinen Beitrag zu der Rettungsaktion leisten werde. Köhler beendet an diesem Dienstag seine politischen Gespräche in Peking und reist nach Shanghai weiter, um an dem Deutschland-Tag der Weltausstellung teilzunehmen.

dpa

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