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Die Siemens-Zentrale in München.

Kurzarbeit auch bei Siemens im Gespräch

München – Nach mehreren anderen Industrieunternehmen erwägt nun auch der Münchner Siemens-Konzern, Kurzarbeit einzuführen. „Es gibt einzelne Standorte in Deutschland, an denen wir über Kurzarbeit nachdenken und in ersten Gesprächen mit den Betriebsräten vor Ort sind“, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm dem "Münchner Merkur" (Samstagausgabe).

Zunächst setze man aber auf Maßnahmen, bei denen die Mitarbeiter keine finanziellen Nachteile hätten, etwa den Abbau von Überstunden. "Erst wenn dies nicht mehr ausreichen sollte, werden wir andere Maßnahmen wie eine tarifliche Arbeitszeitverkürzung oder Kurzarbeit einsetzen", sagte Russwurm der Zeitung.

Auch Siemens spüre die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, räumte Russwurm ein. "Aber wir werden jetzt sicher nicht kurzsichtig beim Personal agieren. Im Gegenteil: Im ersten Quartal unseres laufenden Geschäftsjahres 2009 haben wir den Personalstand in unseren fortgeführten Aktivitäten nahezu konstant gehalten – sowohl weltweit als auch in Deutschland", so Russwurm.

Der Siemens-Vorstand bekräftigte das Versprechen des Konzerns, in diesem Jahr trotz Rezession auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. "Es ist uns wichtig, den Mitarbeitern das Signal zu geben, dass wir nicht überreagieren. Statt in schwierigen Zeiten als erstes die Keule der Kündigung zu schwingen, müssen wir angesichts von Fachkräftemangel und demografischem Wandel vorausschauend handeln." Der Name Siemens solle für ein stabiles Wertegerüst stehen, für einen vertrauensvollen, verantwortlichen Umgang miteinander.

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