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Ein Ländervergleich der Postbank zeigt: Die Hessen sind die deutschen Meister im Sparen.

Ländervergleich: Hessen sparen am meisten Geld

Bonn - Die Hessen sind die deutschen Meister im Sparen. Nach einer von der Postbank in Bonn veröffentlichten Übersicht haben sie im Ländervergleich im vergangenen Jahr die mit Abstand größten Guthaben auf dem Sparkonto gehabt.

Im Durchschnitt waren es den Angaben zufolge 32.521 Euro, die pro Kopf auf Giro-, Spar- und Tageskonten oder als Festgeld angelegt waren. Die Summe liegt deutlich über den 17.618 Euro, die alle Bundesbürger im Schnitt auf dem Konto hatten. Mit großem Abstand folgen auf Platz zwei die Hamburger mit durchschnittlich 22.327 Euro vor den Bayern mit im Schnitt 21.289 Euro. Die Schwaben, denen ihr Ruf als Sparmeister vorauseilt, belegten mit 19.856 Euro nur den vierten Platz. Bereits 2008 waren die Hessen mit einem Schnitt von 29.047 Euro Guthaben deutlich sparsamer als die Menschen in anderen Bundesländern. Der Statistik liegen den Angaben zufolge Zahlen der Deutsche Bundesbank und eigene Berechnungen der Postbank zugrunde. Berücksichtigt wurden Sichteinlagen, Termingelder und Sparbriefe ohne langfristige Termineinlagen und Bausparguthaben.

Experten: Sparquote wird sich normalisieren

Die Bankexperten sagten voraus, nach Finanzkrise und Abwrackprämie werde sich die deutsche Sparquote im kommenden Jahr wieder normalisieren. 2009 hätten die Deutschen nach Berechnungen der Bundesbank von 100 Euro verfügbarem Einkommen 11,10 Euro zur Seite gelegt. Dabei handele es sich neben den klassischen Sparprodukten um alle Anlageformen inklusive Fonds, Aktien, Versicherungen und Immobilienanlagen. Offenbar hätten sich im vergangenen Jahr viele Deutsche beim Sparen zurückgehalten, die Quote fiel den Angaben zufolge von 11,7 auf 11,1 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch von 10,8 um fast einen ganzen Prozentpunkt gestiegen war.

Hätten vor zwei Jahren offenbar noch wegen der Finanzkrise viele vorsichtshalber mehr Geld zurückgelegt, habe die Abrwackprämie 2009 wiederum eine Menge Bundesbürger zum Autokauf veranlasst und die Sparquote wieder sinken lassen, hieß es weiter.

dapd

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