Lage auf dem Ölmarkt stabilisiert

- New York/Wien/Berlin - Auf den Ölmärkten hat sich die Lage am Donnerstag stabilisiert. Nach dem Einbruch vom Vorabend kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI im Mittagshandel 56,98 Dollar. Ein deutlicher Anstieg der Rohöllagerbestände in den USA hatte die Notierung am Mittwochnachmittag zeitweise auf unter 57 Dollar gedrückt. Damit hatte sich der Ölpreis deutlich von der erst am Montagabend erreichten Rekordmarke von 61 Dollar gelöst. In London sank der Preis für die Sorte Brent am Donnerstag auf 55,82 Dollar.

Der kräftige Anstieg der Lagerbestände in den USA hat nach Einschätzung von Händlern Sorgen vor akuten Versorgungsengpässen etwas in den Hintergrund rücken lassen. Gleichwohl sehen Experten noch keine Trendwende. "Der Preisrückgang in den vergangenen Tagen signalisiert noch nicht den Beginn eines neuen Abwärtstrends", sagte Analyst Victor Shum von der Energieberatungsgesellschaft Purvin und Gertz. Ein Preisschub sei jederzeit möglich. Hintergrund sei die sehr hohe Auslastung der Raffinerien.Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) forderte die USA auf, ihre Raffineriekapazitäten deutlich auszubauen. Im Augenblick kauften die USA die europäischen Ölmärkte leer. "In den USA und China muss auch erheblich mehr getan werden, um die Energieeffizienz zu verbessern und Energie zu sparen", sagte Clement vor dem Bundestag in Berlin.Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) fiel unterdessen weiter. Nach Berechnungen des OPECSekretariats vom Donnerstag in Wien kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Elf-Länder-Kartells am Mittwoch im Durchschnitt 52,50 US-Dollar. Das waren 1,32 Dollar weniger als am Dienstag (53,82 Dollar).

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