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Wegen des schlechten Wetters ist noch viel Sommer-Ware da: Die Kunden profitieren jetzt  von kräftigen Preisnachlässen.

Viel Ware im Lager: Es ist Schnäppchenzeit

Berlin - Rabatte, wo man hinsieht: Wegen des schlechten Wetters liegt noch viel Sommerware in den Regalen. Für die Kunden ist jetzt Schnäpppchenzeit mit Preisnachlässen bi zu 50 Prozent.

Rote Prozente-Zeichen und Sale-Schilder kleben schon seit Wochen an den Schaufenstern in den Innenstädten. Wegen des teils trüben Sommerwetters versuchen vor allem Modehändler mit Rabatten Kunden verstärkt in die Läden zu locken. Vereinzelt wurden bereits bis zu 50 Prozent Preisnachlässe gewährt. Zum Ende der Saison will die Branche nun noch “eine Schippe rauflegen“, wenn am 23. Juli der offizielle Sommerschlussverkauf (SSV) startet. “Die Lager sind noch gut gefüllt, es lassen sich gute Schnäppchen machen“, heißt es beim Handelsverband HDE.

Zwei Wochen werde dann - wie in jedem Jahr - noch mal kräftig reduziert. Nach Verbandseinschätzung werden sich an der freiwilligen Aktion gut drei Viertel der rund 400 000 Händler beteiligen. Und es gibt nicht nur reduzierte Haushaltswaren, Klamotten, Schuhe und Taschen. Auch Bau-, Elektronik- und Möbelmärkte setzen den Rotstift

Auch bei C&A werde es zum Saisonende “noch weitere preisliche Vorteile für die Kunden geben“, betont Sprecher Thorsten Rolfes. Die Modekette hatte schon Mitte Juni erste herabgesetzte Ware angeboten, unter andere T-Shirts und Tops. In den Juliwochen wurden Bademoden und Sommerkleider günstiger angeboten. “Wir reduzieren je nach Geschäfts- und Wetterverlauf kontinuierlich.“ In den Kaufhof-Filialen gibt es den letzten beiden Juli-Woche noch die Aktion “Drei Artikel kaufen, aber nur zwei bezahlen“.

Nach einem recht guten Start ins Frühjahr beklagen vor allem die 25 000 Textilunternehmen (ohne Warenhäuser) einen schlechten Verkauf von hochsommerlicher Ware. Das meist durchwachsene Wetter machte bislang wenig Lust auf leichte Sommerkleidchen und kurze Shorts. Der Umsatz der ersten sechs Monate liege daher auch etwa zwei Prozent unter dem Vorjahr. Hoffnung werde auf die zweite Jahreshälfte gesetzt. “Dann könnte am Ende noch ein ausgeglichenes Ergebnis im Vergleich zu 2011 erreicht werden“ betont Branchensprecher Axel Augustin.

Dass die Schnäppchenjagd immer früher beginnt, hält der Textileinzelhandelsverband BTE für unproblematisch. “Es gibt schon Händler, die Anfang Juli in den SSV starten“, sagt Augustin. Die Rabattphase dauere heute viel länger an. Da würden viele erst mit 20 Prozent anfangen und sich dann allmählich hochschaukeln. Der Verband empfiehlt allerdings, das Schnäppchen-Instrument vorsichtig einzusetzen. “Wenn ich von Anfang Juni bis Ende Juli Sale-Schilder im Schaufenster hängen habe, geht am Schluss kein Kunde mehr darauf ein“, betont Augustin. Das stumpfe dann ab.

Und was machen die Kunden, wenn es im August dann doch noch ein paar heiße Wochen gibt ? “Dann hängen neben der ersten Herbstware auch noch Sommerartikel“, erklärt der Branchensprecher. Nur die Auswahl sei dann nicht mehr so groß.

Nach Auffassung des Branchenverbands HDE hat der Handel gar kein Interesse, seine Ware zu verramschen. Es ginge nur darum “saisonal bedingt Kundenanreize“ zu geben. Gerade in der Ferienzeit sei das für Geschäfte im ländlichen Raum und in kleineren und mittleren Städten wichtig. Insgesamt rechnet der Einzelhandel für dieses Jahr weiterhin mit einem nominalen Umsatzplus von 1,5 Prozent. Von Januar bis Mai seien nominal schon 2,1 Prozent mehr umgesetzt worden als im Vorjahr. Dazu beigetragen habe auch die überdurchschnittliche Entwicklung bei Lebensmitteln, Möbeln, Uhren und Schmuck.

dpa

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