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Die lahme Konjunktur hatte nun auch Auswirkungen auf die Arbeitsmarktzahlen.

Lahme Konjunktur: Arbeitslosenzahl steigt auf 3 489 000

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar infolge der lahmenden Konjunktur und der teils strengen Kälte um 387 000 auf 3 489 000 gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren das nur noch 170 000 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,9 Punkte auf 8,3 Prozent, berichtete die BA am Donnerstag in Nürnberg. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,7 Prozent gelegen.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte, der konjunkturelle Abschwung habe nun auch den Arbeitsmarkt erreicht. Die drei wichtigsten Indikatoren hätten sich negativ entwickelt. "Die Arbeitslosigkeit stieg, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm erstmals ab, und die Arbeitskräftenachfrage sinkt mittlerweile kräftig", sagte Weise.

Einen Boom verzeichnete die Bundesagentur bei der Kurzarbeit. Im Dezember 2008 haben die Firmen den Angaben zufolge für 404 000 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. 295 000 Anträge seien mit Auftragsflauten begründet worden. Im Vergleich zum November bedeutet dies einen Anstieg um 240 000. Gegenüber Dezember 2007 hat sich die Zahl der Anträge sogar in etwa vervierfacht.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag zuletzt (im Dezember 2008) mit 40,58 Millionen noch um 254 000 über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Witterungseinflüsse nahm sie im Dezember um rund 10 000 zu. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im November des vergangenen Jahres mit 27,91 Millionen noch um 442 000 über dem Vorjahreswert. Die Zahl der offenen Stellen ging im Januar um 18 000 auf 485 000 zurück. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand nach Angaben der BA um 43 000 abgenommen.

Die Konjunkturflaute wird auch an den saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen deutlich. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl in Deutschland stieg im Januar um 56 000 auf 3,267 Millionen. Im Westen nahm sie um 44 000 zu, im Osten um 12 000.

dpa

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