Im ersten Halbjahr

Landesbank macht weniger Gewinn

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München - Die Bayerische Landesbank hat im ersten Halbjahr deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Weil die größten Belastungen jedoch erst in den zweiten sechs Monaten wirksam werden, rechnet die BayernLB für das Gesamtjahr 2014 mit einem Verlust.

Dann könnte der Freistaat erneut – wie auch im vergangenen Jahr – keine Zinsen und Dividende auf die Rettungsmilliarden bekommen. Das Ergebnis vor Steuern für das erste Halbjahr betrug 527 Millionen Euro, gut 35 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings hatte die Bank 2013 in den ersten Monaten außergewöhnlich viel Gewinn gemacht, weil sie ihre Immobilientochter GBW verkauft hatte. Bereinigt man das Ergebnis um diesen Effekt, liegt der Gewinn vor Steuern sogar 14 Prozent über dem Vorjahreswert.

Doch obwohl das Kerngeschäft stabil läuft, geht auch BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler davon aus, dass seine Bank am Jahresende einen Verlust vermelden muss. „2014 wird ein Jahr des Übergangs“, sagte Riegler. „Wir haben noch mit einigen Lasten aus der Vergangenheit zu tun.“ Insbesondere der Verkauf der ungarischen Bank MKB wird noch einmal mit knapp 800 Millionen Euro zu Buche schlagen. Alles in allem wird das Ungarn-Engagement die BayernLB dann mehr als zwei Milliarden Euro gekostet haben. Und auch der Streit mit der ehemaligen österreichischen Tochterbank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) könnte in diesem Jahr noch auf die Bilanz durchschlagen. Bislang hat die BayernLB noch nicht verbucht, dass sich die HGAA weigert, Kredite in Höhe von 2,3 Milliarden Euro zurückzuzahlen. Nachdem Österreich ein Gesetz verabschiedet hat, das einen Schuldenschnitt bei der HGAA vorsieht, der die BayernLB sicher 800 Millionen Euro kosten würde, wenn es sich als verfassungs- und EU-konform erweist, ist es möglich, dass die BayernLB zumindest einen Teil der Summe auch in ihrer Bilanz abschreiben muss.

Bislang hat die BayernLB in diesem Jahr auch noch kein Geld an den Freistaat zurückgezahlt. Bis 2019 muss die Bank fünf der zehn Rettungsmilliarden zurückzahlen, hatte die EU entschieden. Finanzvorstand Markus Wiegelmann sagte, es werde auch in diesem Jahr Geld an den Freistaat gezahlt, Zeitpunkt und Betrag wollte er jedoch nicht nennen. Die Rückzahlungen belasten zwar nicht die Bilanz, verringern jedoch die Eigenkapitalquote.

Rubriklistenbild: © dpa

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