Landesbank-Risiken: Steuerzahler haften mit 20 Milliarden

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Hamburg (dpa) - Der Bund der Steuerzahler schätzt, dass die Steuerzahler bislang mit etwa 20 Milliarden Euro für Risiken aus riskanten Spekulationsgeschäften von Landesbanken bürgen.

"Der Bankenskandal zeigt, dass Geldhäuser, die ganz oder teilweise in öffentlicher Hand sind, keine risikobehafteten Spekulationsgeschäfte machen dürfen", sagte Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke der "Thüringer Allgemeinen" (Mittwochausgabe). Däke fordert eine "klare Beschränkung der Befugnisse öffentlicher Banken" - besser sei noch ihre Privatisierung. "Ich gehe fest davon aus, dass die Diskussion um eine Privatisierung der Sparkassen und Landesbanken neuen Auftrieb erhalten wird", sagte Däke.

Noch sei nicht klar, ob bereits alle Bürgschaften offen gelegt sind und im welchem Maße das Geld aus den Landeshaushalten abgefordert werden muss. Bekannt ist bislang, dass die jeweiligen Eigentümer in Nordrhein-Westfalen mit insgesamt rund fünf Milliarden Euro bei der WestLB haften, in Bayern mit insgesamt 4,8 Milliarden bei der dortigen BayernLB. Sachsen haftet mit 2,75 Milliarden bei der Sachsen LB für drohende Verluste, zudem noch in Baden-Württemberg mit sechs Milliarden die Eigentümer der LBBW für weitere Risiken in Sachsen.

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