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Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky

Antrag gestellt

Ex-Banker Gribkowsky will raus aus dem Knast

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München - Ex-Landesbank-Vorstand Gerhard Gribkowsky wurde erst im Juni 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Doch schon jetzt stellt er den Antrag, entlassen zu werden.

Der frühere Vorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, hat einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt. Nach Informationen des Münchner Merkur aus Justizkreisen hat der wegen Korruption und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Banker beantragt, nach der Hälfte der Strafe entlassen zu werden. Da sich das Verfahren lange hingezogen hatte und die Untersuchungshaft angerechnet wird, hat Gribkowsky bereits am 5. April dieses Jahres die Hälfte der Strafe abgesessen. Der Ex-Manager befindet sich derzeit im offenen Vollzug und arbeitet beim österreichischen Baukonzern Strabag.

Gribkowsky hatte nach seiner Verurteilung mit den Ermittlern kooperiert und gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ausgesagt, von dem Gribkowsky beim Verkauf der Rennserie rund 44 Millionen Dollar bekommen hatte. Das Verfahren gegen Ecclestone war später gegen Zahlung von 100 Millionen Dollar eingestellt worden.

Strafvollstreckungskammer muss entscheiden

Über Gribkowskys Antrag muss nun die Strafvollstreckungskammer entscheiden, auch die Staatsanwaltschaft wird angehört. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft und Gribkowskys Verteidiger Daniel Amelung wollten sich nicht äußern. Die Entlassung nach der Hälfte der Strafe wäre der frühestmögliche Zeitpunkt. Laut Justizkreisen ist aber auch eine Entlassung zu einem späteren Termin, beispielsweise nach zwei Dritteln der Strafe denkbar.

Elf Millionen Euro an BayernLB zurückgezahlt

Positiv für Gribkowsky dürfte sich auswirken, dass er das ergaunerte Geld komplett abgegeben hat. Die BayernLB hat nach Informationen des Münchner Merkur  insgesamt elf Millionen Euro erhalten – etwa ein Drittel der in eine österreichische Stiftung eingebrachten Summe. Amelung bestätigte lediglich, dass eine „umfangreiche Schadenswiedergutmachung“ geleistet wurde. Weitere Millionenzahlungen erhielten nach Informationen unserer Zeitung das deutsche und das österreichische Finanzamt. Der deutsche Fiskus bekam einen Teil der hinterzogenen Steuern, die Österreicher besteuerten die Abwicklung der Stiftung.

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