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Landesbanken in der Hypothekenkrise: Rettung im Westen " Rätseln i ...

Während bei der WestLB in Düsseldorf die traurigen Details bekannt sind, wird in München über die Folgen der US-Hypothekenkrise für die Bayerische Landesbank noch gerätselt.

Fest steht: Auch die Bayerische Landesbank wird die Turbulenzen der US-Hypothekenkrise zu spüren bekommen. Bayerns Finanzminister Erwin Huber hatte erklärt, er rechne für das Münchner Institut mit einem höheren Abschreibungsbedarf als den bislang veranschlagten 100 Millionen Euro. Doch wie viel es genau ist, will die BayernLB, die je zur Hälfte dem Freistaat und den bayerischen Sparkassen gehört, erst im April bei der Offenlegung ihrer Bilanz erklären.

Aus Bankenkreisen verlautete, die Situation der BayernLB sei "überhaupt nicht vergleichbar mit der der WestLB". Das Münchner Institut werde für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Gewinn ausweisen. Die Dividende an die Eigentümer soll in der Größenordnung des Vorjahres liegen, als insgesamt 120 Millionen Euro an Freistaat und Sparkassen ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus werde man die eigenen Rücklagen stärken können. Ursprünglich hatte das Institut für 2007 ein Ergebnis von "über einer Milliarde Euro" in Aussicht gestellt.

Bei der Düsseldorfer WestLB startet nun eine Rettungsaktion. Doch die Beschäftigten zahlen dafür einen hohen Preis. In den nächsten drei Jahren will die Bank bis zu 1500 Stellen streichen. Dies wäre ein Viertel aller Arbeitsplätze.

"Uns bleibt keine Alternative, wenn wir die verbleibenden Arbeitsplätze retten wollen", sagte der nordrheinwestfälische Finanzminister Helmut Linssen. Spiegel-online zufolge soll der Ende März auslaufende Vertrag von Bankchef Alexander Stuhlmann nicht verlängert werden.

Die massiven Stellenstreichungen sind Bestandteil eines umfassenden Sanierungsprogramms, auf das sich die WestLB-Eigentümer - das Land Nordrhein-Westfalen, die Sparkassenverbände Rheinland und Westfalen- Lippe sowie die Landschaftsverbände - auf einer Krisensitzung in der Nacht zum Freitag verständigten. Insgesamt strebt die Bank dabei Kosteneinsparungen in einer Größenordnung von rund 300 Millionen Euro an.

Zentraler Bestandteil des Rettungsplans ist neben dem Personalabbau ein fünf Milliarden Euro schwerer Risikoschirm für das durch misslungene Aktienspekulationen und die US-Immobilienkrise schwer angeschlagene Geldinstitut. Zwei Milliarden Euro werden dabei anteilig von den Eigentümern aufgebracht. Für weitere drei Milliarden Euro gibt das Land Nordrhein- Westfalen alleine eine Garantieerklärung ab. Das Geld soll es ermöglichen, Wertpapiere mit einem hohen Verlustrisiko in eine Zweckgesellschaft auszulagern und so die Bank davon zu befreien.

Immerhin gelten bei der WestLB Papiere in einem Nominalwert von 23 Milliarden Euro als risikobehaftet. WestLB-Chef Stuhlmann sprach von einem "Befreiungsschlag" für die Bank. Die Bereinigung des WestLBPortfolios erlaube es der WestLB nun, mit einer gestärkten Position in die Verhandlungen über eine Fusion mit der Helaba einzutreten. Die Bank wolle eine aktive Rolle bei der bevorstehenden Konsolidierung der Landesbanken spielen.

Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers lobte die Rettungsaktion: "Jetzt gibt es eine Perspektive für die Bank, für das Sparkassensystem und die Mitarbeiter." Dass das Land Milliarden an Steuergeldern zur Rettung der WestLB in die Hand nimmt, begründete er mit möglicherweise dramatischen Auswirkungen einer Pleite. "Es ging darum eine Situation zu vermeiden, die niemand in Deutschland im Hinblick auf Wirtschaft und Bankensystem hätte kalkulieren können."

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