Landshut schlägt München: Die wirtschaftlich beste deutsche Stadt

- München -­ Die Region München bleibt an der Spitze. Lediglich die bayerische Landeshauptstadt selbst ist im jüngsten Landkreis-Ranking von "Focus Money" nicht auf den besten Plätzen zu finden. In dem Vergleich der Wirtschaftskraft behauptet sich als einzige Stadt Landshut mit einem zweiten Platz unter 425 verglichenen Städten und Kreisen ganz oben.

Nicht nur damit zeigt sich ein weiteres Mal, welche bedeutende Rolle der Münchner Flughafen für die wirtschaftliche Entwicklung im Osten und Norden Münchens spielt. Das Kraftzentrum Bayerns hat sich nun noch deutlicher dorthin verlagert. Denn neben Landshut, dem Landkreis Ebersberg als Spitzenreiter der gesamten Rangfolge gehören Freising (Platz 5), Erding (Platz 16) und Pfaffenhofen an der Ilm (Platz 17) zu den 20 besten in Deutschland.

Speckgürtel nicht nur rund um München schlagen die Zentren

Anders als in Landshut erweisen sich die sogenannten Speckgürtel, Landkreise rund um die großen Städte, als besonders zugkräftig. Das gilt für Rosenheim (Platz 8), München (Platz 10), Augsburg (Platz 14). Ein weiterer Schwerpunkt wirtschaftlicher Attraktivität ist traditionell der Südwesten der Landeshauptstadt: Starnberg (Platz 3), Weilheim-Schongau (Platz 4), Fürstenfeldbruck (Platz 11) sowie Bad Tölz-Wolfratshausen (Platz 13).

Damit sind zwölf der 20 ökonomisch am besten bewerteten deutschen Stadt- und Landkreise in Südbayern angesiedelt, und allein 10 davon in Oberbayern. Nimmt man mit Erlangen-Höchstädt (Platz 6) den einzigen fränkischen Landkreis unter den ersten 20 dazu, kommen lediglich sieben der Spitzenreiter von außerhalb Bayerns.

Der beste der außerbayerischen Landkreise ist Rastatt (Baden-Württemberg Platz 7), gefolgt vom Hochtaunuskreis (Hessen, Platz 9), Biberach (Baden-Württemberg, Platz 12), der Rhein-Kreis Neuss (Nordrhein-Westfalen, Platz 15), Reutlingen (Baden-Württemberg, Platz 18,) Stormarn (Schleswig-Holstein, Platz 19) und Konstanz (Baden-Württemberg Platz 20).

Die Stadt München erreicht lediglich Platz 24. Die anderen oberbayerischen Städte und Landkreise schlugen sich meist achtbar: Traunstein (Platz 28), Dachau (Platz 29), Eichstätt (Platz 35), Landsberg am Lech (Platz 48) und Miesbach (Platz 51). Altötting (Platz 85), Mühldorf (Platz 101), Garmisch-Partenkirchen (Platz 229) sind dagegen ein wenig abschlagen.

Nur eine westdeutsche Stadt unter den Schlusslichtern

Die fehlenden Städte und Landkreise wurden nicht berücksichtigt, weil Investitionszahlen im verarbeitenden Gewerbe wegen einzelner dominierender Unternehmen, aus deren Investitionsverhalten Schlüsse gezogen werden könnten, nicht bekannt gegeben wurden.

Denn die Investitionen pro Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe gehen ebenso in die Rangfolge ein wie die Arbeitslosenquote, das Wachstum, die Bruttowertschöpfung, die Einkommen sowie die Entwicklung von Bevölkerung und Erwerbstätigenzahl.

Unter den 20 Schlusslichtern des Landkreistests findet sich Bayern nicht wieder. Hier dominieren nach wie vor die ostdeutschen Länder: Sieben der 20 schwächsten Städte und Landkreise liegen in Mecklenburg-Vorpommern, vier in Sachsen, je drei in Thüringen und Brandenburg, zwei in Sachsen-Anhalt und nur eine, die rheinland-pfälzische Stadt Zweibrücken, in Westdeutschland.

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