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Am Frankfurter Flughafen müssen Urlauber am kommenden Wochenende Geduld mitbringen. Foto: Christoph Schmidt

Beginn der Sommerferien

Lange Wartezeiten am Frankfurter Flughafen möglich

Deutschlands Tor zur Welt klemmt derzeit. Zum Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern herrscht am Frankfurter Flughafen Anspannung. Staus wie zu Ostern sollen unbedingt vermieden werden.

Frankfurt/Main (dpa) - Am Frankfurter Flughafen müssen Urlauber am kommenden Wochenende einige Geduld mitbringen.

Bereits für den letzten Schultag vor den Sommerferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an diesem Freitag (22. Juni) erwartet Betreiber Fraport weit über 200.000 Passagiere am größten deutschen Drehkreuz. Vor allem wegen möglicher langer Wartezeiten an den Personenkontrollen rät das Unternehmen den Passagieren, bereits drei Stunden vor ihrem Abflug am Flughafen zu erscheinen.

In den vergangenen Wochen hat Fraport verstärkt die aus ihrer Sicht ineffizienten Passagierkontrollen kritisiert, die von der Bundespolizei organisiert werden. An anderen vergleichbaren Flughäfen in Europa könnten in gleicher Zeit doppelt so viele Passagiere überprüft werden, hatte Fraport-Chef Stefan Schulte gemahnt und den schnelleren Einsatz moderner Technik verlangt, die in Deutschland teils noch nicht zugelassen sei. Der Flughafen will zudem die auch von der Bundespolizei eingesetzten privaten Sicherheitsdienstleister selbst steuern und dabei bessere Anreize setzen.

"Wir haben bei den Dienstleistern ausreichend Kontrollstunden bestellt", sagte am Dienstag ein Sprecher der Bundespolizei Frankfurt mit Blick auf das kommende Wochenende. "Das Personal kann auch flexibler eingesetzt werden als zuvor. Leider hatten die Sicherheitsunternehmen in den vergangenen Monaten große Schwierigkeiten, genügend Leute zur Verfügung zu stellen."

Fraport selbst schickt Verwaltungsangestellte und zusätzlich auch Pensionäre in die Terminals, wie ein Sprecher berichtete. Sie sollen dort die Reisenden beraten und an den Personenkontrollen solche Aufgaben übernehmen, die nicht zwingend von staatlich zugelassenen Luftsicherheitsassistenten erledigt werden müssen. Dazu zählt insbesondere der Rücktransport benutzter Kunststoffwannen, in denen das Handgepäck durchleuchtet wird.

Fraport-Sprecher Jürgen Harrer appellierte an die Gäste, möglichst wenig Handgepäck mitzunehmen und sich schon vorher mit den Sicherheitsvorschriften etwa zu Flüssigkeiten im Handgepäck und zur Mitnahme von elektronischen Geräten vertraut zu machen.

Die Lufthansa hat als Hauptkunde des Flughafens ebenfalls zusätzliches Personal an den Schaltern und den Flugsteigen. "Unsere Flüge sind sehr gut gebucht", erklärte ein Sprecher. Die Passagiere sollten möglichst die elektronischen Möglichkeiten zum Check-in und die Gepäckautomaten nutzen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zuletzt den Frankfurter Flughafen scharf wegen der langen Wartezeiten kritisiert, in deren Folge tausende Lufthansa-Kunden ihre Flüge verpasst haben.

Der Ferienbeginn in den umliegenden Bundesländern gilt als einer der aufkommenstärksten Tage des Jahres am Frankfurter Flughafen. Man rechne aber letztlich den gesamten Sommer über mit einer sehr starken Nachfrage seitens der Passagiere, sagte Fraport-Sprecher Harrer. Bereits zu Ostern hatte es am Flughafen lange Warteschlangen gegeben.

Die Abfertigung in den beiden Terminals findet sehr beengt statt, während gleichzeitig die Passagierzahlen weiter stark steigen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben sie fast 9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum gelegen. Für den ersten Teilabschnitt des geplanten Terminals 3 steht die Baugenehmigung der Stadt Frankfurt weiterhin aus. Als Zwischenlösung plant die Fraport eine Leichtbauhalle am Terminal 1, in der ab dem ersten Quartal 2019 zehn zusätzliche Kontrollspuren Platz finden sollen.

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