LANXESS mit Gewinnsprung

- Leverkusen - Der Chemiekonzern LANXESS hat nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal den Ausblick für 2005 präzisiert und weitere Kostensenkungen angekündigt. Zwischen April und Juni habe der Konzern dank Preiserhöhungen und Kosteneinsparungen bei einem Umsatz von 1,86 Milliarden Euro einen Überschuss von 24 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte die MDAX notierte Gesellschaft am Donnerstag in Leverkusen mit. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent zulegte, war vor einem Jahr noch ein Verlust von 29 Millionen Euro ausgewiesen worden.

"Bereits eingeleitete Restrukturierungen und die konsequent angewandte Preis-vor-Mengen-Strategie haben sich positiv auf unser Ergebnis ausgewirkt", sagte LANXESS-Chef Axel Heitmann. Allerdings habe der Konzern nach wie vor "strukturelle Defizite". Deshalb werde die Neuausrichtung des Konzerns "weiterhin höchste Priorität" haben. Ziel sei das Schließen der Ergebnislücke zum Wettbewerb. Heitmann kündigte daher ein zweites Restrukturierungspaket an.

Durch den nun geplanten Umbau des defizitären Auslandsgeschäfts sollen jährlich 60 Millionen Euro eingespart werden. Von den Einsparungen sollen dem Konzern zufolge zwei Drittel bereits im Jahr 2007 und der volle Betrag ab 2008 realisiert werden. Das angekündigte Paket ziele vor allem auf die USA und Europa. Dort seien rund 450 Arbeitsplätze betroffen. Vorgesehen sei die Schließung kleinerer und die Konsolidierung nicht profitabler Standorte. Mit dem zweiten Maßnahmenpaket seien bis zum Jahr 2008 Einmalaufwendungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro verbunden.

LANXESS war 2004 aus dem Bayer-Konzern ausgegliedert worden. Im Januar ging das Unternehmen an die Börse und ist seitdem mehrheitlich in Streubesitz.

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